Aufnahme: 2025

Ein Blick hinter die Kulissen des Siebengebirgsmuseums

Dr. Sigrid Lange, Leiterin des Siebengebirgs-Museums, gab bei der Mitgliederversammlung des Bürgerverein VVI e.V. am 3. April 2025 einen spannenden Einblick in Arbeit und Struktur des Museums, das sie als Kunsthistorikerin seit 2018 leitet.

Die Arbeitsgemeinschaft zur Pflege der Heimat, der spätere Heimatverein Siebengebirge, hatte das Museum, das in den ersten Jahren seinen Sitz im Palastweiher hatte, in den 1920er Jahren gegründet. 1934 wurde geplant, das Museum mit genügend Platz im heutigen Gebäude unterzubringen, 1937 auch der Vertrag mit der Stadt abgeschlossen. Aber die Kriegswirren führten dazu, dass das Museum 1939 geschlossen und an die Stadt abgetreten werden musste.

Der Heimatverein Siebengebirge setzte sich 1952 im Zuge der Wiedergutmachung dafür ein, dass es dem Verein zurückgegeben wurde.

Bis 1984 wurde es ehrenamtlich geführt. Dann übernahm Dr. Elmar Scheuren als erster hauptamtlicher Leiter die Führung bis zu seinem Ruhestand 2018. Er hat auch dafür gesorgt, dass aus dem Heimatmuseum ein Regionalmuseum wurde mit einer Neukonzeption im Jahr 2011.

Die Themen der vielfältigen Ausstellungen beziehen sich v.a. auf die Landschaft des Siebengebirges, ihre Entstehung, Nutzung, den Steinabbau und den Tourismus. Ein Schwerpunkt bildet die Galerie Rheinromantik.

Wie die Menschen die Landschaft wahrnehmen, steht auch in Wechselbeziehung zur künstlerischen Darstellung der Entwicklung der Landschaft.

Die einzige Hauptamtliche mit voller Stelle ist die Leiterin. Für den Besucherdienst und das Sekretariat stehen 4 Teilzeitkräfte zur Verfügung. Aber zusammen mit einer großen Schar Ehrenamtlicher und einigen freien Mitarbeiterinnen für jeweilige Ausstellungen stellt das Museum mit seinem insgesamt 50-köpfigen Team immer wieder neu beachtenswerte Ausstellungen auf die Beine, die auch weit über Königswinter hinaus Interessierte anziehen.

Im Depot befinden sich tausende Objekte, in der Datenbank 10.000 Datensätze, und der Heimatverein Siebengebirge unterstützt das Museum nach Kräften.

Ein Besuch lohnt sich sehr.

Im März dieses Jahres wurde die bemerkenswerte Ausstellung "AUSGEGRENZT. VERFOLGT. ERMORDET. Die Opfer der Nationalsozialisten im Siebengebirge" eröffnet, die noch bis zum 16. November 2025 zu sehen ist.

Mehr Infos zum Museum finden Sie im Link unten

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