Aufnahme: 2004
Geschichte der Löwenburg - Teil 1 -
Die Zeit vor Entstehung der Löwenburg
Wann die Löwenburg entstanden ist und wer sie erbauen ließ, ist unbekannt. Es gibt hierzu keine Urkunden. Erst im „Hoch-Mittelalter“ (ca. 11. – Mitte des 13. Jahrhunderts) wird die Burg urkundlich erwähnt.
Vor dieser Zeit war der Berggipfel wohl nicht erwähnenswert, weil eine Besiedelung der Gegend zu ungünstig war. Es gab dort nämlich kein Wasser und der nicht bewirtschaftete Wald war unwegsam. Die Leute, die in der weiteren Umgebung wohnten, waren sicher auch nicht daran interessiert, auf die Berge zu klettern, denn „Tourismus“, wir ihn heute kennen, gab es nicht.
Die Römer im Rheinland
Zur Zeit der Römerherrschaft im Rheinland (bis ins 5. Jahrhundert) war nur die linke Rheinseite (die Seite, auf der Bonn liegt) von den Römern besetzt. Der Rhein bildete die Grenze zu dem nicht von Römern besetzten „Germanien“. Die Germanenstämme führten zum Teil ein unstetes und karges Leben. Auf der Suche nach besseren Lebensmöglichkeiten wechselten sie öfters ihren Aufenthaltsort.
Für die Römer waren die Germanen wilde unzivilisierte „Barbaren“. In größerem Maße haben die Römer den Rhein nur zweimal überschritten. Beim zweiten Mal haben sie eine so schreckliche Niederlage erlitten, dass sie keinen weiteren Versuch mehr unternommen haben. Bekannt ist, dass sie bis zum Teutoburger Wald gekommen sind.
Dort lebten die Cherusker. Deren Anführer hieß Hermann, und der hatte als Legionär bei den Römern gedient. Deshalb kannte er die Kampfesweise der Römer genau. Um 9 n.Chr, kam es in den dichten Wälder zunächst zu Überfällen, bei denen die ortskundigen Cherusker wenig Verluste hatten. Man weiß auch, dass lange andauernder Regen die Lederrüstungen der Römer schwer gemacht und durchweicht hatte. Als es dann zur letzten Schlacht kam, wurden die Römer vernichtend geschlagen. Ihr Feldherr Varus stürzte sich in sein Schwert.
Im 10. Jahrhundert hatten sich nach vielen Kriegen und Erb-Auseinandersetzungen fest gefügte Reiche gebildet. Durch Erbteilungen des Reiches von Karl dem Großen war das Frankenreich in mehrere Teile zerfallen. Eines der Teile war das deutsche Reich, das von den „sächsischen Kaisern“ regiert wurde. Deren bedeutendster war Otto I.,“der Große“, (936-973). Sein Reich und das seiner
Nachfolger bestand aus einer Menge von Fürsten- und Herzogtümern sowie Grafschaften, in denen die Adeligen weitreichende Entscheidungsfreiheiten hatten. Unter anderem konnten sie begrenzt kriegerische Handlungen vornehmen, um etwa Grenzen neu fest zu legen.
Zur Grenzsicherung wurden auf den Bergen Burgen gebaut, von denen man das Land weithin überblicken konnte. Wenn ein Feind sich näherte, konnte man ihn erkennen, bevor er an die Burg gelangte. Außerdem waren die Burgen von hohen und dicken Mauern umgeben, die nur sehr schwer zu überwinden waren.
Die kirchlichen Würdenträger, die Bischöfe, waren oft auch weltliche Herrscher. Der Erzbischof von Köln ließ seine Grenze durch Burgen auf dem Drachenfels und der Wolkenburg sichern. Die Verwalter der bischöflichen Güter und Burgen nannte man Ministerialen. Diese führten ein Siegel, das sie unter Dokumente setzten und das in heißen Siegellack gedrückt wurde. Das Siegel diente auch als Plombe und Briefverschluss.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.