Bewegte Geschichte des Hotels Loreley in Königwinter

Aufnahme: 1935 (ca.)

Bewegte Geschichte des Hotels Loreley in Königwinter

Das Königswinterer Hotel Loreley hat eine große Tradition mit bewegter Geschichte unter verschiedenen Namen hinter sich:
In der Bauphase 1893 stürzte die Nordwand dieses 5-stöckigen Hotels unter dem Namen "Goldener Drache" ein. Nach dem schwierigen Wiederaufbau wurde das in den nächsten beiden Jahrzehnten erfolgreiche Hotel am 9. Mai 1895 unter dem Namen "Monopol-Metropole" eröffnet, wie die Homepage des heutigen Hotel Loreley berichtet (siehe Link unten).

"Der in den weitesten Kreisen bekannte und beliebte Schriftsteller Dr. Karl May, der durch seine äußerst interessant geschriebenen Reiseerlebnisse Tausenden vergnügte Stunden bereitet hat, wird morgen Nachmittag 2 Uhr hier in Königswinter eintreffen. Es bietet sich dann vielleicht für manchen seiner vielen Verehrer und Verehrerinnen Gelegenheit, den genialen Schriftsteller kennen zu lernen", schreibt das Echo des Siebengebirges am 5. Juni 1897.

"Die Eheleute May treffen aus Bonn kommend in Königswinter ein und logieren im Hotel Monopol", notiert die Karl-May-Gesellschaft zum 5. Juni 1897. Emma und Karl May besuchen am 6. Juni 1897 den Drachenfels und die "Gesellschaft Bürger-Casino" und tragen sich ins Gästebuch der Gesellschaft ein. Sie besuchen am nächsten Tag verschiedene Familien in Königswinter und reisen nach Deidesheim weiter.

"Am 27.Januar 1899 feierte Kaiser Wilhelm der II. seinen 40. Geburtstag in den Räumen des Hotels Monopol. Die sorglose Entwicklung des Hotels fand in den Augusttagen 1914 mit Beginn des 1. Weltkrieges ein jähes Ende. Nach dem Krieg erwarb der Deutsche Beamtenwirtschaftsbund das Hotel Monopol, renovierte es und gab dem Hotel den weniger anspruchsvollen Namen "Loreley". Nach dem 2. Weltkrieg, währenddessen es als Kinderhort und Lazarett diente, und dessen Narben an der Fassade noch heute zu sehen sind, wechselten die Eigentümer und Pächter häufiger, bis 1971 ganz geschlossen wurde. Im Jahre 1972 pachtete die Familie Maderer den Hotelbetrieb an und renovierte ihn von Grund auf. Am 30. September 1974 konnte das Gebäude käuflich erworben werden. Am 3.August 1982 wurde das Hotel von einem neuen Schicksalsschlag getroffen. Es brach ein Brand aus, der den Dachstuhl und die beiden oberen Stockwerke vernichtete. Was der Brand verschonte, wurde durch das Löschwasser zerstört. Unmittelbar nach dem Brand wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Schon im Mai 1983 wurde wieder eröffnet. In den Wintermonaten 1984 bis 1986 wurden alle Etagen, die Restaurants und die Wirtschaftsräume erneuert und nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattet. Jetzt verfügt das Hotel über 44 Zimmer und 3 Suiten." (aaO.)

Alte Postkarten aus den 1920-er Jahren bezeichnen das Haus als "Haus Spangenberg".

Seit 1972 wird das Hotel von der Familie Maderer geführt, die es 1974 käuflich erworben hat. Dort stehen den Gästen 49 Zimmer und 2 Suiten zur Verfügung.

Im August 2018 berichtet der Bonner General-Anzeiger, dass der inzwischen 80jährige Manfred Maderer beabsichtigt, die Leitung des Hotels zum Jahresande in die Hände seines Enkels Cedric zu legen. Die zwei Hoteletagen sind inzwischen saniert worden. Doch überraschend wird im Januar 2019 bekannt, dass das Hotel trotz der wirtschaftlich guten Lage verkauft worden ist, weil dem Eigentümer ein Top-Angebot gemacht worden ist.
Mehr dazu - siehe im Bericht im General-Anzeiger vom 25.1.2019 im Link unten

Quelle
Verlag F.G. Zeitz, Königssee/Obb.
Zur Verfügung gestellt von
Annette Hirzel Mehr zur Geschichte auf der Homepage des Hotels - Homepage vom Hotel Loreley - Bericht im General-Anzeiger online vom 25.1.2019
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