Aufnahme: 1931

Befreiungsstein an der Löwenburg

Uschi Thienen hat sich bei ihrem Spaziergang auf die Löwenburg auf die Suche gemacht und den "Befreiungsstein" am Aufgang zur Löwenburg gefunden.

Dieser Gedenkstein an die französische Besatzungszeit des Rheinlandes nach dem Ersten Weltkrieg steht am Weg nördlich unterhalb der Löwenburg im Siebengebirge. In der Ausgabe vom 25. Juni 1931 vom Echo des Siebengebirges findet sich ein Artikel, der die Hintergründe erläutert:

Honnef, 23. Juni. (Ein Befreiungsstein an der Löwenburg.) Die Nachwelt vergisst viel zu rasch! Unter dem Eindruck tiefer unbestreitbare Tatsache fasste der hiesige Verschönerungs-Verein (V. V. H.) im März ds. Js. den Beschluss, ein bleibendes Denkmal der zwölfjährigen rheinischen Leidenszeit durch die fremden Besatzungstruppen zu schaffen, und zwar im besuchtesten Teil inmitten der Rheinprovinz, im Herzen des Siebengebirges. Die Vereinsleitung wählte dazu einen mächtigen Steinblock an der Löwenburg, am Wege zwischen Löwenburgerhof und Ruine, dicht neben der Bank 206. Dem Block wurde vor einigen Tagen die Bezeichnung 'Befreiungsstein' eingemeißelt und darunter die Erinnerungsworte in knapper Form: '1918-1930. Der Rhein frei 30. Juni 1930.'

Auch der General-Anzeiger für Bonn und Umgegend berichtete am 27. Juni 1931 unter der Überschrift: Ein Felsendenkmal an der Löwenburg.

Im März faßte der Verschönerungsverein Honnef den Beschluß, der Nachwelt die zwölfjährige Besatzungszeit der Rheinlande durch Errichtung eines Gedenksteines im Herzen des Siebengebirges wach zu halten. Vor einigen Tagen nun hat die Vereinsleitung den Beschluß in die Tat umgesetzt. Als geeigneten Platz des Gedenksteines hat man die Löwenburg ausersehen. Am Aufstieg zur Löwenburg unterhalb der Ruine, dicht neben der Bank 206 lagert ein mächtiger Felssteinblock. Auf diesem Block hat man die Bezeichnung "Befreiungsstein" eingemeißelt mit den Erinnerungsworten: "1918 - 1930. Der Rhein frei 30. Juni 1930." 

Im Generalanzeiger vom 17.05.1932, der über "50 Jahre Honnefer Verschönerungsverein" berichtete, erfährt man im Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins im Jahre 1931, dass "der Antrag Bachem auf Aufrichtung eines Befreiungssteines auf der Kuppe der Löwenburg" ausgeführt wurde.  

Zur Verfügung gestellt von
Uschi Thienen
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