Postkarte vom ehemaligen Treppenhaus in Schloss Drachenburg

Aufnahme: 1905

Postkarte vom ehemaligen Treppenhaus in Schloss Drachenburg

dessen ursprüngliche Wand- und Deckenmalerei im Zuge der gesamten Restaurierung des seit 1986 unter Denkmalschutz gestellten Schlosses von 1995 bis 2010 wieder hergestellt wurde. Das Treppenhaus wurde als letztes restauriert.
Einen Überblick über die gesamte Restaurierung von Schloss Drachenburg finden Sie im Rundschau-online-Artikel - siehe Link unten

Unter dem großen Gemälde von Carl Rickelt (geb. 1857 in Lippstadt/ Westfalen, gest. 1919) war damals die Inschrift zu lesen: "Kölnisches Turnier zu Ehren Maximilians". Kaiser Maximilian, genannt "Der letzte Ritter", war Liebhaber von Turnierspielen auf dem Kölner Neumarkt und seinerzeit einmal spektakulär aus dem Sattel in den Mist gefallen.

Auf der Homepage der Schloss Drachenburg GmbH ist zu lesen:

"Im Barockschloss war das Treppenhaus das Zentrum des Baus, es war ein Bestandteil der streng hierarchisch aufgebauten Raumfolge. Die Treppe war Ort der Begrüßung, Bühne für das Zeremoniell des Empfangens und Geleitens und somit immer auf den Festsaal ausgerichtet.

Wie noch im Barock dienten auch die Treppenhäuser im Schloss- und Villenbau des 19. Jahrhunderts in erster Linie dem dynastischen Prestige und dem persönlichen Ruhm der Auftraggeber. Dies manifestiert sich vor allem durch das Bildprogramm. Der Betrachter erfährt während des Aufstieges einen Steigerungseffekt. Um das ikonographische Bildprogramm voll erfassen zu können, ist eine Durchwanderung des Treppenhauses nötig und ein längeres Verweilen oftmals erwünscht.

Das Haupttreppenhaus von Schloss Drachenburg war einst mit 24 monumentalen Historiengemälden geschmückt, von denen 13 die wechselreiche Schlossgeschichte überdauert haben. Die erhaltenen Gemälde zeigen Portraits von acht deutschen Kaisern sowie Episoden aus der deutschen Geschichte, wie die "Überführung des Grundsteins zum Kölner Dom" und die "Begegnung Heinrich des Finklers mit Karl dem Einfältigen", beide von Friedrich von Keller, der "Sängerkieg auf Nonnenwerth" und die "Hochzeit eines Kölner Partriziers mit einer englischen Königstochter im Jahr 1201", beide von Heinrich Heim, sowie die "Turnierszene auf dem Neumarkt zu Köln von 1486" von Carl Rickelt." - siehe 2. Link unten

Quelle
Kunstdruckerei Gebr. Isenbaeck, Wiesbaden
Zur Verfügung gestellt von
Annette Hirzel Rundschau online über die Restaurierung seit 1995 - Homepage von Schloss Drachenburg GmbH
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