Aufnahme: 2023
Eindrücke von der Gedenkstunde zum Volkstrauertag auf dem Ittenbacher Soldatenfriedhof
zu dem der Rhein-Sieg-Kreis in Kooperation mit dem Volksbund eingeladen hatte
Zahlreiche Menschen aus Nah und Fern fanden sich ein, um auch unter dem aktuellen Eindruck von Krieg und Gewalt in Israel und Gaza und in der Ukraine der weltweiten Opfer zu gedenken.
Landrat Sebastian Schuster mahnte, dass das Gedenken nicht zu einem angestaubten Erinnerungsritual verkommen darf, sondern auch den jungen Generationen als Wert und Aufgabe nahezubringen ist, und zitierte Albert Schweitzer: "Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens." Frieden sein keine Windstille zwischen den Kriegen.
Pfarrer Georg Kalckert, der wie seit vielen Jahrzehnten eine geistliche Ansprache hielt, befürchtete, dass Frieden in diesen nach wie vor zerrissenen und frfiedlosen Zeiten in der Gefahr steht, ein Lügenwort für verhinderten Krieg zu sein. Der Schrecken, den dieser Soldatenfriedhof wie auch die Gedenkstätten der Konzentrationslager herausschreien, sei in den parkähnlichen Anlagen von den jungen Generationen kaum mehr zu vernehmen, und auch die Kreuzgruppe füge sich harmonisch in den Park ein. Doch gerade das scheinbar nicht mehr hierher passende Kreuz symbolisiere die Hoffnung, die die hier Bestatteten mit den Lebenden verbindet: dass da einer da ist, der solidarisch an der Seite der Opfer bleibt und eine Zukunft schafft, die Menschen nicht schaffen können.
Bürgermeister Lutz Wagner erinnerte an die vielen Opfergruppen, denen das Gedenken dieses Tages gilt, den im Krieg Gefallenen, den auf oder nach der Flucht Verstorbenen, den aus rassistischen Gründen Verfolgten wie auch den kranken und behinderten Menschen, die ermordet wurden.
Musikalisch wurde die Feierstunde von zwei Trompetern gestaltet, die einfühlsam u.a. "Ich bete an die Macht der Liebe", "Ich hatt`einen Kameraden" und "The Rose" intonierten und damit auch den Männergesangverein Eintracht Ittenbach vertraten, der erstmals seit Jahrzehnten krankheitsbedingt sein Mitwirken absagen musste.
Kränze wurden an den drei großen Kreuzen abgelegt vom Volksbund, vom Rhein-Sieg-Kreis, von Vertreterinnen ud Vertretern der Städte, des Landes und des Bundes, und Landrat Schuster bedankte sich auch bei den Angehörigen der Bundeswehr und der Polizei.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.