Aufnahme: 1965

Zur Historie der Mariensäule in Ittenbach

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

In Ittenbach beschäftigten sich die Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises mit der weiteren Arbeit. Der Leiter des Volksbildungswerkes, Hauptlehrer Toni Meyer, begrüßt die Gäste und gab den weiteren Fahrplan für den Arbeitskreis bekannt. Demnach will man vor allem die alten Ittenbacher Bürger über die Dorfgeschichte befragen, ferner soll in Zukunft über jede Versammlung ein Protokoll geführt werden, neben einer fotografischen „Bestandsaufnahme" will man versuchen, alles erreichbare Quellenmaterial über Ittenbach zu sichten und zu ordnen mit dem Endziel der Herausgabe einer Chronik über den Fremdenverkehrsort.

Der Leiter des Heimatkundlichen Arbeitskreises, Lehrer Paul Eudenberg, referierte im Anschluss daran über Alt Ittenbach. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Mariensäule auf dem Marienplatz. Er sagte dazu: "Irrtümlich ist die Meinung vertreten worden, die Marienstatue auf dem Marktplatz stamme von Heisterbach: hingegen ein Wappen im Sockel mit den Initialen J.P.S. (Johann Peter Schucht) liefert den einwandfreien Beweis, dass die Statue, die früher auf einem etwa drei Meter hohen Obelisken stand, aus dem Privatbesitz einer der angesehensten, ältesten Familien Ittenbachs stammt.

Es wäre noch hierzu zu bemerken, dass diese unvergleichbar schöne Madonna (VIRGO CASTA ET IMMACULATA) ihren ersten Standort wahrscheinlich auf der Perlenhardt gehabt hat. Um die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde sie an den Pastor Franssen entliehen, um an der heutigen Pastorat Aufstellung zu finden. Seit etwa zehn Jahren ziert sie den Marienplatz. Nach der Überlieferung war der Grundbesitz der Familie Schucht mit vier kunstvollen Kreuzen markiert, deren jedes die Himmelsrichtung anzeigte. Wenn die jährliche feierliche Sakramentale Hagelprozession aus der Kirche hinausschritt, wurde nach Professor Dr. Josef Müller an den betreffenden Kreuzer, der Segen gespendet. Unser Bild zeigt den Sockel der Mariensäule mit dem Hinweis auf den ursprünglichen Besitzer Johann Peter Schucht.

Bild unten: Der Sockel der Mariensäule

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 28 vom 09. 07.1965
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt Die Mariensäule an diesem Standort im Jahr 1951
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Brunnen Erinnerungen an Ittenbach früher
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