Aufnahme: 2025

Volkstrauertagsgedenken in Ittenbach war zugleich zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Königswinter

Zum Gedenken am Volkstrauertag an die Opfer von Krieg, Gewalt und Terror mit Kranzniederlegung durch die Ittenbacher Ratsmitglieder am Ittenbacher Ehrenmal hatte nach der Auflösung des MGV Ittenbach 2024 erstmals der Bürgerverein VVI Ittenbach e.V. eingeladen. Viele Ittenbacher Feuerwehrleute und Mitglieder z.B. vom Maiclub, Ölbergpiraten, Pfadfindern, VVI, Förderverein Bürgerhaus, Carromclub u.a. nahmen am Gedenken teil. 

Der Vorsitzende Volker Rösener begrüßte die neu gewählte Bürgermeisterin der Stadt Königswinter, Heike Jüngling, denn mit dieser Gedenkfeier in Ittenbach verband sich die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Königswinter am Volkstrauertag, der in diesem Jahr besonders im Zeichen des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs stand. 

Das Ittenbacher Bläsercorps unter Leitung seines Vorsitzenden Johannes-Martin Hoffmann umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

"Das Erinnern ist kein belastender Blick zurück, sondern ein wichtiger Beitrag für unsere Zukunft", so Bürgermeisterin Heike Jüngling in ihrer Ansprache. "Die Erfahrungen der Vergangenheit mahnen uns, Frieden, Freiheit und Demokratie stets zu schützen. Diese Werte sind nicht selbstverständlich und müssen von jeder Generation neu verteidigt werden."

Sie zitierte Pfarrer Hoitz, der am Vortag beim Gedenken auf der Ittenbacher Krieggräberstätte gesagt hatte: "Unsere Zeit ist keine Kriegszeit, aber auch keine Friedenszeit." Angesichts aktueller Konflikte, wie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und den politischen Herausforderungen innerhalb der westlichen Partnerschaften, sei unsere Freiheit bedroht. Auch gesellschaftliche Konflikte und Verunsicherungen im Inneren würden zeigen, wie wichtig ein respektvolles Miteinander sei. Viele redeten über-, aber nicht miteinander. "Wenn jeder nur für die eigene Gruppe spricht, gewinnen die Feinde der Demokratie", betonte sie. "Freiheit braucht Verantwortung füreinander." Sie dankte den Ittenbacher Vereinen und Ehrenamtlichen von Herzen für ihr Engagement.

Im Namen der Katholischen Pfarrgemeinde trug Carina Henseler-Leven ein Gebet der ev. Pfarrerin Sylvia Bukowski vom November 2015 vor:

Du Gott des Friedens und der Versöhnung,

Wir blicken heute zurück auf die vergangenen Kriege, in die unser Volk verstrickt war: So viele Leben sind zerstört worden, so viel Unglück ist über Menschen gekommen, so viele Verbrechen begangen worden! Bewahre uns davor, das vergangene Leid zu vergessen, das das Leben der Opfer bis heute zeichnet. Schütze uns vor dem Gift neuen Hasses auf Menschen, die anders glauben und leben als wir, und die uns fremd sind. Zeige uns Wege, unsere Konflikte mit Respekt zu regeln und Verständnis zu finden für einander. Steh denen bei, die die Kriege der Gegenwart zu beenden suchen, und nimm uns in Anspruch als Zeugen der Hoffnung, dass unsere zerrissene Welt heil werden wird durch dein Erbarmen.

Nach Vaterunser und Segensgebet endete das diesjährige Gedenken mit dem Dank von Volker Rösener an alle, die teilgenommen hatten.

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