Aufnahme: 2015
Kölsche Weihnacht vom MGV Ittenbach - seit 16 Jahren nicht mehr wegzudenken
und seit 20 Jahren im Chor tradiert
Im vorigen Jahr hatte der MGV Ittenbach seine Weihnacht op kölsche Art nach 15 Jahren mit jeweils 7 Aufführungen in Ittenbach nun ins Bürgerhaus Aegidienberg verlegt. Im vollbesetzten Saal blieb auch in diesem Jahr an den drei Abenden am 2. Adventswochenende kein Auge trocken - vor Lachen oder vor Rührung.
Fröhlich - besinnlich wechselten sich wieder wunderbare Weihnachtslieder und herrliche Dönches "Wie et fröher wor" ab. Mani Görres Multifunktions- und Multitasking-Talent hatte ein Mal mehr ein Programm vom Feinsten zusammengestellt, das sich sehen und hören lassen konnte. Ulli Hülders monatelanges Üben mit zahlreichen Sonderproben mit seiner Mannschaft hatte das Übrige getan. Bewundernswert, wieviele der Sangesbrüder nicht nur im Chor, sondern auch solistisch bühnenreif auftreten. Ohne den großen Teamgeist und die spürbare Begeisterung für "ihre" Kölsche Weihnacht auf und hinter der Bühne wäre das alles nicht machbar. Ralf-Georg Klauss unverwechselbare Tiefbass-Stimme und Dieter Siebertz herzerwärmende Weihnachtserinnerungen rührten auch die Hartgesottensten. Die glitzernden Sprühfunken von Hengstenberg-Mildessa sprangen aufs Publikum über genauso wie der explosionsartig rotierende Weihnachtsbaum dafür sorgte, dass die hinter den Kerzen herhetzenden Flammen auch alle Herzen begeistert entflammten.
Mani und seine junge Freundin Jenny erinnerten im feinsten Duett daran, was statt Geschenkerausch wirklich zählt auf dieser Welt.
Auch diesmal hatten die Kinder der Theodor-Weinz-Grundschule Aegidienberg unter der Leitung ihrer Lehrerin Frau Lantermann nach dem Dicke-Pitter-Glockenklang zu Beginn alle auf einen höchst stimmungsvollen vorweihnachtlichen Abend eingestimmt.
Und wie im Vorjahr legte der MGV seinem Publikum die Botschaft der "Bläck Fööss" gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit weihnachtlich-stimmgewaltig ans Herz, begeistert unterstützt vom Saal-Chor:
"Ich wor ne stolze Römer, kom met Caesar's Legion, un ich ben ne Franzus, ich kom mem Napoleon. Ich ben Buur, Schreiner, Fescher, Bettler un Edelmann, Sänger un Gaukler, su fing alles aan.
Ich ben us Palermo, braat Spaghettis für üch met. Un ich ich wor ne Pimock, hück laach ich met üch met. Ich ben Grieche, Türke, Jude, Moslem un Buddhist, mir all, mir sin nur Minsche, vür'm Herjott simmer glich."
Zurück bleibt der Endruck, dass der MGV es jedes Jahr neu schafft, sein unüberbietbares Programm zu toppen.
Lesen Sie auch den Bericht im General-Anzeiger online vom 8.12.2015 - siehe Link unten
Bild unten: Foto von Frank Homann (General-Anzeiger), siehe Datensatz 9464 im Museum
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