Aufnahme: 2002
Die nachgewählten Vorstandsmitglieder des VVI
Die Siebengebirgs-Zeitung berichete:
"Außerordentliche Mitgliederversammlung des VVl
Aufgrund der Rücktritte des Vorsitzenden Peter Jungbluth und des Beisitzers Hans Halm hatte sich der Rumpfvorstand des VVI - Bürgerverein Ittenbach - mit der kommissarischen Vorsitzenden Annette Hirzel entschlossen, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, um die Nachwahlen durchzuführen. Im Gasthaus „Zur Alten Post" in Ittenbach trafen die Mitglieder zusammen, um sich darüber hinaus auch zum Sachstand „Wasserqualität" informieren zu lassen. Nach kurzer Diskussion stand die Tagesordnung mit 1. Information zum Thema „Wasserversorgung" und 2. Nachwahl zum Vorstand fest.
Vor dem Einstieg in die Tagesordnung dankte man Peter Jungbluth für die in 13 Vorstandsjahren geleistete Arbeit für die Interessenvertretung der Ittenbacher Bürger. In einem Vortrag informierte Annette Hirzel die Anwesenden über die Lage der Brunnen des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Thomasberg im Stadtgebiet von Königswinter. Ittenbach wird mit Mischwasser der Brunnen 1-4 versorgt, das mit 102 g Calcium/1 in den Härtebereich 3 fällt. Schwierigkeiten der Brunnen 5 - hier wurden im vergangenen Jahr Kolibakterien nachgewiesen - und Brunnen 6, mit denen die Gebiete im Kirchspiel Stieldorf und Uthweiler versorgt werden -wurden vorgetragen.
Zu Meinungsverschiedenheiten im Vorstand war es bezüglich der Vorgehensweise auf diesem Gebiet gekommen. Während Peter Jungbluth und Hans Halm auf direkte Absprachen mit dem WBV setzten, wollten die drei anderen Vorstandsmitglieder eine öffentliche Meinungsbildung in Ittenbach herbeiführen. Unterschiedliche Vorstellungen zum Führungsstil des Vereins führten dann letztlich zu derart vehementen Kommunikationsproblemen, dass eine gemeinsame Arbeit nicht fortsetzbar erschien. In der Versammlung war schnell Einigkeit erzielt und es wurde eine konkrete Marschrichtung festgelegt: Die Kalkhaltigkeit des Ittenbacher Wassers wird moniert und Abhilfe, z.B. durch eine zentrale Entkalkungsanlage, eingefordert.
Bei den Wahlen zum Verbandsausschuss am Ende des Jahres 2002 werden kompetente Kandidaten vorgeschlagen, die wirksam die Bürgerinteressen vertreten sollen. Konsens herrschte auch darin, dass eine Umstellung auf Wahnbachtalsperrenwasser keine Lösung darstellt, da dann zum einen die Frage der langfristigen Kostenentwicklung nicht geklärt werden könne und Dinge wie Bachpflege im Siebengebirge zu kurz kämen. Insgesamt begrüßte die Versammlung, dass hier ein Thema angeschnitten wurde, das seit 30 Jahren als Ärgernis empfunden wird und man freut sich auf konkrete Maßnahmen zur Kalkreduzierung.
In der anschließenden Nachwahl zum Vorsitz wurde Irmgard Schneider mit großer Mehrheit zur Vorsitzenden gewählt. Als Beisitzer wurden Werner Schramm und Hans-Uwe Meier gewählt. Für das Amt des Kassenprüfers stellte sich Ingeborg Chrysant-Piltz zur Verfügung. Als Aufgaben stehen dem Vorstand jetzt die durch ein neues Vereinsrecht notwendige Überarbeitung der Satzung ins Haus, eine Informationsveranstaltung für alle Bürger zum Thema „Wasser" ist für den Herbst terminiert und auch die Verkehrsentlastung wird weiter bearbeitet. Neues Ungemach steht mit der geplanten Einführung von Parkscheinautomaten an und in Zusammenarbeit mit dem VVS geht es gegen den Fluglärm."
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