Festschrift des Bürgerverein VVI e.V. Ittenbach zum 50jährigen Jubiläum

Aufnahme: 1999

Festschrift des Bürgerverein VVI e.V. Ittenbach zum 50jährigen Jubiläum

nach der Wiedergründung im Jahr 1949 mit interessanten Texten und Bildern zur Dorf- und Vereinsgeschichte und zur doppelten Entwicklung des Verkehrs, nämlich des Fremden- und des Straßenverkehrs, die Sie im Raum "Schriften" gern durchstöbern können - siehe Link unten

Der damalige Pressesprecher des VVI und Ittenbacher Journalist Ulrich Rosenbaum hatte Bilder und historische Berichte, die damals zusammengetragen wurden, zu dieser Festschrift zusammengefügt. Das war ein erster Schritt in Richtung "digitales Dorfarchiv".

Zur Geschichte des VVI:

Es hatte im vergangenen Jahrhundert mehrerer Anläufe bedurft, bis der Verkehrs- und Verschönerungsverein Ittenbach e.V. gegründet wurde, der sich 1998 angesichts seines erweiterten Aufgabenspektrums in Bürgerverein VVI e.V. Ittenbach umbenannte. Einen ersten Anlauf zur Gründung eines Verkehrsvereins, so liest man in der Schulchronik, gab es im Januar 1922 in der damaligen Wirtschaft von Carl Blesgen (der ehemalige Gasthof Alte Post) unter dem Vorsitz des damaligen Lehrers Adolf Sawinsky.  Dieser Verein wollte nach dem Ersten Weltkrieg vor allem den wachsenden Fremdenverkehr für die Entwicklung des Ortes nutzen. „Sämtliche Hotel- u. Gasthofbesitzer, Hauderer, Geschäftsleute, Landwirte und viele andere, die sich von einem regen Fremdenverkehr Nutzen für den Ort versprachen, traten dem V. Verein bei“, so hält die Schulchronik damals fest und fährt fort: „Der Verkehrsverein Ittenbach erstrebt:

1) Die Hebung des Verkehrs
2) Die Förderung aller Einrichtungen, die geeignet sind, dem Besuch und dem dauernden Aufenthalt, sowie den Zuzug steuerkräftiger Bürger nach Ittenbach zu fördern und dadurch dem Wohle der gesamten Einwohnerschaft u. der Erholung suchenden Fremden zu nutzen.
Es wurde sofort ein Prospekt in Druck gegeben, der die Vorzüge Ittenbachs als Luftkurort, sowie das Verkehrswesen, die Auto-Garagen, Hotels sowie Privatlogis und Gasthäuser enthielt und nach allen Windrichtungen an alle Anfragenden kostenlos verschickt wurde. In allen bedeutendsten Zeitungen von Rheinland und Westfalen erschien in regelmäßigen Zeitabschnitten folgendes Inserat:
Ittenbach i. Siebengebirge bei Königswinter
Einziger Höhenluftkurort im Herzen des Siebengebirges am Fuße des Ölberges 464 m. Bequemster Ausgangspunkt zu den herrlichsten Fernsichten. Auto- u. Wagenverkehr. Hotels, Pensionen u. Privatlogis. Auskunft: Verkehrsverein. Fernspr. 337. Amt Königswinter“

1926 wurde dieser Eintrag durch einen Nachtrag ergänzt: „Da dem Verein infolge der schlechten Finanzlage keine Geldmittel mehr zuflossen, mußte er seine Tätigkeit nach und nach einstellen. Später lebte er unter Leitung des Lehrers Möller wieder auf.“

In seinem Vortrag „Ittenbach im Wandel der Zeiten seit der Jahrhundertwende“ im Jahr 1956 berichtete der damalige Bürgermeister Karl Haacks: „1928 entstand nach einigen Versuchen der Verkehrs- und Verschönerungsverein. Unter der neutralen Führung von Lehrer Möller war derselbe ein Fortschritt für die Gemeinde. 1933 wurde selbiger wie so vieles andere einkassiert, ist aber jetzt seit einigen Jahren auf Betreiben des Bürgermeisters wieder in Gang gekommen.“

Nach der Machtergreifung war der Verein wie die meisten Vereine gleichgeschaltet und aufgelöst worden. Im Oktober 1949 wurde der VVI unter dem Vorsitz von Hauptlehrer Harry Schillngs wiedergegründet. 1999 feierte er sein 50jährigers Jubiläum, zu dem diese Festschrift entstand.

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