Aufnahme: 2003
Kirmes in Ittenbach
„Mit dem Fassanstich durch die Maikönigin Sandra (Leven) begann in Ittenbach die traditionelle Kirmes, die auch in diesem Jahr wieder viele Besucher anzog. Der Bierpilz, wieder unterhalten von den Mitgliedern des Maiclubs, war stets zahlreich umlagert und hier konnte man sich, den Außentemperaturen angemessen auch mit einem Glühwein aufwärmen. Über allem wachte der Pajas, der nun bereits zum zweiten Mal im guten Zwirn ausgestattet war und nicht im sonst üblichen „Blaumann". Allabendlich wurde er weggeschlossen, damit er nicht entführt und seiner gerechten Strafe entrinnen konnte, die am Montag vollstreckt werden sollte.
In Begleitung des Ittenbacher Bläsercorps wurde er zum Hinrichtungsplatz hinter der Grundschule getragen, wo Uli Seul verkündete, was der Kirmeskerl alles auf dem Kerbholz hatte. Ob das nicht entzündbare Martinsfeuer, der Wegzug von Volvo-Müller ins Oberpleiser Gewerbegebiet, die abgeholzten Bäume in der Kirchstraße oder der trockene Sommer und die Lebensmittelladenschließung, alles hat der böse Pajas verursacht. Gefunden wurde er nach langer Suche beim Ausflug des Maiclubs zum Münchner Oktoberfest.
Und auch dort trieb er noch seinen Schabernack, indem er drei verdiente Mitglieder des Maiclubs zu Fuß laufen ließ, weil er dem Busfahrer ‚komplette Mannschaft an Bord‘ fälschlicherweise eingeflüstert hatte. Nur zwei positive Entwicklungen konnte er nicht verhindern: der Maiclub hat mit Stefan Nagel ein neues Mitglied und Klaus Leven ist stolzer Vater der kleinen Selina geworden. Nach dieser Litanei wurde der Pajas unter dem Beifall der Ittenbacher dem Feuer übergeben. Anschließend feierte man noch in fröhlicher Runde weiter und darf gespannt sein, was sich der neue Pajas so zuschulden kommen lassen mag.“
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