Aufnahme: 1992
Dreifaches Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Ittenbach
st. Ein dreifaches Jubiläum konnte die Freiwillige Feuerwehr von Ittenbach am vergangenen Wochenende feiern: 85 Jahre Erwachsenenwehr, 25 Jahre Jugendfeuerwehr und die Einweihung eines neuen, hochmodernen Tanklöschfahrzeuges. Zu Beginn der Einweihung - die Segensgebete sprach Pater Cletus Colacoa von den Steyler Missionaren - sang der Kirchenchor unter Leitung von Peter Höller den Choral "lasst uns frohlocken". Feuerwehrmann Wilfried Görres sprach die Lesung.
Ittenbach stand am Samstag und Sonntag ganz im Zeichen der Feuerwehr. Das betonte auch Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz bei der Schlüsselübergabe für das neue Fahrzeug an den Stadtbrandmeister Felix-Peter Bäßgen, der ihn dann an den Leiter der Ittenbacher Wehr, Georg Jungbluth, weitergab. Der Stadtdirektor lobte die Ittenbacher Jugendfeuerwehr , die als erste im Rhein-Sieg-Kreis gegründet wurde und jährlich an den Leistungswettbewerben der Jugendwehren teilnimmt, die in diesem Jahre aus Anlass des Ittenbacher Jubiläums auf dem örtlichen Sportplatz stattfanden. In seiner Ansprache ging der Stadtdirektor auch auf die Zeit vor 85 Jahren ein, als es bereits eine Pflichtfeuerwehr gab, die dann aber in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt wurde. In den Anfangsjahren der Ittenbacher Wehr hatte man nur eine Handspritze, später eine Motorspritze.
1946 kam eine neue Motorspritze hinzu, 1955 bekam die Wehr das erste Löschfahrzeug und wurde 1975 mit einem Rüstwagen ausgestattet. Schon ein Jahr später kam ein Mannschaftstransportwagen hinzu. Mit dem jetzt eingeweihten neuen Löschfahrzeug wurde der bisherige Wagen ausgemustert und an die Feuerwehr von Pockau im Erzgebirge übergeben. Die Freundschaft mit diesen Wehrkameraden kam durch verwandtschaftliche Verhältnisse eines Ittenbachers mit einer Familie in Pockau zustande. So war denn auch die Feuerwehr von Pockau zur Feier nach Ittenbach gekommen und überreichte als Geschenk ein altes ausgemustertes Sauerstoffschutzgerät. Zu den Gratulanten mit einem Geldgeschenk gehörten auch ein Vertreter der Firma Iveca-Magirus, Schulrektor Heinrich Hillen und Bürgermeister Herbert Krämer.
Das zweitägige Fest begann am Samstag mit dem Leistungsnachweis von 45 Jugendgruppen mit 500 Feuerwehrleuten. Die Übungen bestanden aus feuerwehrtechnischen Darbietungen, gepaart mit Fragen aus der Politik und einem sportlichen Teil. Landrat Dr. Franz Möller ehrte die Teilnehmer. Alle 500 erhielten eine Urkunde. Urkunden gab es auch für die einzelnen Gruppen. 21 Gruppen konnten für mehrmalige Teilnahme die goldene, silberne oder bronzene Leistungsspange in Empfang nehmen. Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst in der Kirche. Nach der Fahrzeugeinweihung konnten die zahlreichen Besucher des Feuerwehrfestes Oldtimer- Wehrfahrzeuge besichtigen und die Jugendfeuerwehr zeigte mit dem neuen Wagen eine Übung. Aus drei Rohren wurde ein Holzstapelbrand gelöscht. Unterstützt wurden die Jugendlichen von zwei Feuerwehrleuten, die vor 25 Jahren bei der Gründung der Jugendwehr mit dabei waren.
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