Offene Tür beim Christine-Brüggemann-Verein

Aufnahme: 1992

Offene Tür beim Christine-Brüggemann-Verein

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

In Ittenbach hat sich im ehemaligen Café Schöneck ein Wohltätigkeitsverein gegründet. Er nennt sich nach der verstorbenen Christine Brüggemann, Ehefrau des Besitzers Franz Brüggemann „Christine-Brüggemann-Verein". Am letzten Septemberwochenende hatte dieser Verein zu einem Tag der Offenen Tür eingeladen. Der Vorstand ist sehr aktiv und sucht noch weitere Mitglieder, die sich kulturell und sozial engagieren. Der Christine-Brüggemann-Verein stellt die Räumlichkeiten auch Personen und Vereinigungen zur Verfügung für Ausstellungen, Lesungen, Altennachmittagen, Kursen und Konzerten.  

Zum Tag der Offenen Tür bot der Brüggemann-Verein einen reichhaltigen Flohmarkt. Zur Eröffnung spielte die Ittenbacher Rockband „Tatch". Viele Künstlerinnen produzierten sich. Zahlreiche Keramikarbeiten und Puppen in verschiedenen Größen und Arten präsentierten den vielen Besuchern Irma Müssig und Undine Labusch aus Ittenbach. Während des Tages las Döris Ruge aus St. Augustin aus ihren Werken. 1946 in Langenberg geboren schrieb sie schon als Kind Geschichten in Zeitungen und Zeitschriften und Taschenbuchsammlungen. Ihr letztes schriftstellerisches Erzeugnis stammt aus 1990: „Zwischen Morgen und Abend". Horst Klein und Monika Krautscheid-Bosse zeigten ihre malerischen Befähigungen. Monika Krautscheid-Bosse wurde 1945 in Neustadt/Wied geboren. Obwohl sie nie Kunst studiert hat, hat sie sich immer mit der Malerei beschäftigt.  

In ihren Arbeiten verwendet sie Ölfarben. Sie widmet sich hauptsächlich der gegenständlichen Malerei, wobei sie das Zusammenspiel der Elemente Wasser, Sonne, Mond und Licht bevorzugt. Krautscheid-Bosse unternahm Studienreisen nach Amerika, Israel und Griechenland. Sie versteht es auf bewundernswerte Weise ihre künstlerische Tätigkeit mit ihren familiären Aufgaben zu vereinen. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von etwa 30 Arbeiten, die einen Überblick über ihr Schaffen vermitteln. Außerdem erwartete den Besucher Bilder von Dorothea Hörber aus Aegidienberg. Die Künstler gehören der Gruppe Kult-Uhr an. Der Erlös ist für Mütter in Not bestimmt. Die Bevölkerung wird gebeten, der Vereinigung Mütter, die in Not sind, mitzuteilen.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 41 vom 08.10.1992
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt
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