Aufnahme: 1991
Ehrungen beim Hegering
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
Im vergangenen Jahr wurden im Bereich der Jagd- und Hegegemeinschaft Siebengebirge 141 mehrjährige und einjährige Böcke sowie Rehkitze geschossen. Das vorgegebene Soll lag bei 158. Damit wurde die Stückzahl zu 90 Prozent erreicht. Dies teilte der Beisitzer, Peter Brassel, in seinem Bericht über die Trophäenschau vor der Jahreshauptversammlung im Ittenbacher Hotel Berghof mit. Die Trophäen der geschossenen Tiere wurden dort ausgestellt. Man nennt die Trophäen auch Kopfschmuck oder Gehörn des erlegten männlichen Rehwildes. Durch diesen körperlichen Nachweis wird die Einhaltung und Durchführung des behördlichen Abschlußplanes kontrolliert. Der Vergleich männlicher Tiere, auch des Fallwildes und die durch Verkehrsunfälle getöteten Tiere im Bereich des Hegeringes Siebengebirge gibt Auskunft über den Zustand des Rehwildes.
Das Geweih des Rehbockes wird in den nahrungsarmen Wintermonaten entwickelt und aufgebaut. Durch verschiedene Störungen und Mangel an Nahrungsmittel entwickelten sich im letzten Jahr kleinere Geweihe als noch in den Vorjahren. Ein Tier wird nicht willkürlich erlegt, sondern der Abschußplan richtet sich nach Entwicklungsstörungen. In diesem Zusammenhang müsse man das Erlegen eines Wildtieres als Naturschutzmaßnahme sehen, sagte Brassel.
Hegeringsleiter Edgar Heimann ehrte mit der Silbernen Treuenadel für 25jährige Mitgliedschaft im Hegering Dr. Toni Assenmacher, Arnold Bendels, Josef Mehren, Franz Sporer und Hans Wintersberg. Die ersten drei Plätze beim Jahresschießen errangen: Hans Falkenhaim, Johann-Josef Köster und Helmut Pauls. Sie erhielten nette Sachpreise.
Die Versammlung wurde umrahmt durch Darbietungen der Bläsergruppe. Diese Gruppe umfaßt 12 Laienmusiker. 1990 trafen sich die Bläser zu 57 Übungen und Auftritten. Nachfolger des verstorbenen Ehrenmitgliedes und vieljährigen Dirigenten Willi Halm — dem man ein ehrendes Gedenken widmete — H. Feldhaus, leitete den musikalischen Auftritt bei dieser Versammlung. Der Obmann für das jagdliche Brauchtum, Joachim Großer, äußerte sich erfreut über die gute Teilnahmezahl bei den Übungsabenden und Auftritten. Sie lag im Durchschnitt bei 80 Prozent. Interessenten für das Jagdhornblasen sind jederzeit willkommen. Geprobt wird donnerstags, 20 Uhr, im Laagshof in Ittenbach.
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