Abschied von der Feuerwehr - und ein Blick zurück auf mehrere Theaterstücke

Aufnahme: 1988

Abschied von der Feuerwehr - und ein Blick zurück auf mehrere Theaterstücke

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete aus den Jahren 1988 und 1989:

"Das war sein Leben, von und mit Georg Löbach". So betitelt sich ein Sketch, gestaltet von Rita Lenzen bei der Abschiedsfeier für Georg Löbach, der nach 40jähriger Mitgliedschaft, davon 20 Jahre als Löschgruppenführer, aus dem aktiven Dienst ausschied und sich in die Altersabteilung versetzen ließ. Alles was Rang und Namen in Ittenbach hat, war zu der Abschiedsfeier in das Hotel "Zur Alten Post" gekommen. Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz, Chef der städtischen Wehr, bedauerte das Ausscheiden. Mit 18 Jahren ließ sich Löbach in die Wehr aufnehmen. Während seiner Führungstätigkeit in der Wehr wurde diese zu einer schlagkräftigen und einsatzbereiten Institution ausgebaut. 18 Jahre lang war Hauptbrandmeister Georg Löbach auch als stellvertretender Stadtbrandmeister tätig.

40 Jahre hat sich Löbach für seine Mitmenschen eingesetzt und so würdigte der Stadtdirektor das Leben und Wirken von Georg Löbach: Löbach war die Wehr und die Wehr war Löbach". Löbach sei immer von Pflichtbewusstsein und Treue geprägt gewesen. Löbach war es auch, der 1967 die Jugendwehr gegründet hat. Damit sicherte er den Fortbestand der Wehr. "Mit Bernd Giershausen als Ihr Nachfolger hat die Wehr einen ebenfalls einsatzbereiten Menschen gefunden." Wehrmänner symbolisierten in einem Sketch das Leben und Wirken des Ruheständlers. Als Abschiedsgeschenk erhielt Georg Löbach eine kleine Nachbildung eines alten Löschfahrzeuges. Überreicht wurde das "Spielzeug" von Michael Heider und Löbachs Nachfolger Bernd Giershausen.

Bei dem Sketch hatte Löbach große Freude, als ein Feuerwehrfreund von ihm, den er im Studium kennen lernte, eingeladen wurde und plötzlich auf der Bühne stand. Dabei war auch Alois Bollig, der viele Jahre die Feuerwehrtheatergruppe leitet. Im Namen des Verkehrs- und Verschönerungsvereins überreichte Rolf Görres einen Zinnteller. Die Feierstunde wurde vom Organisten Peter Höller am Klavier musikalisch umrahmt. Abschiedsworte sprachen auch die Ratsmitglieder Peter Jungbluth und Karl-Heinz Görres.

Unter Löbachs Ära wurde 1969 das erste Großfahrzeug angeschafft. Zahlreiche Auszeichnungen erhielt Löbach in diesen 40 Jahren. Die CDU übergab für die Jugendwehr ein Geschenk. Karl-Heinz Görres stiftete zudem ein Fass Bier und 500 Mark für die Jugendwehr. Für die Stadt sprach Vizebürgermeister Herbert Krämer Abschiedsworte.

In der Siebengebirgs-Zeitung berichtete Günther Seeg 1989 über das Theaterstück "Kellergäste" (ohne Bild):

Feuerwehr spielte Theater  

„Kellergäste" betitelte sich ein Bühnenstück, das die Laienschauspieler der Ittenbacher Feuerwehr im vollbesetzten Saal des Gasthauses "Zur Alten Post" zum Gaudi der vielen Besucher aufführten. Es handelte sich um eine heitere Kriminalgroteske von Rudolf Guder. 67 Minuten lang wurde gelacht.  

Sir Paul und Tunnelkalle, zwei saftige Ganoventypen, wollen als angebliche Gasrohrprüfer durch den Keller des Kriminalschriftstellers Bürger in das Nachbarhaus eindringen, um Herrn Brschinski, den geheimnisvollen Untermieter der dort wohnenden alten Dame Herzig, zu  kidnappen. In turbulenten Szenen ringen sie dem feigen, eingebildeten Bürger durch Einschüchterungen und Schmeicheleien dessen Einwilligung ab, obwohl vor allem das grob-  ordinäre Auftreten Tunnelkalles sie als Verbrecher verdächtigt machen müßte. Doch dem gewandten Sir Paul gelingt es immer wieder, Bürgers Argwohn zu dämpfen. Sprengungen im Keller, Proteste der Herzigs, Aufsässigkeit der eigenen Tochter, Widersetzlichkeit des Dienstmädchens und die uneingestandene Furcht, doch auf Ganoven hereingefallen zu sein, entlarven Bürger immer mehr in seiner Hilflosigkeit.  

Zum Schluß, als sich alle Beteiligten in einem dramatischen Höhepunkt in Bürgers Diele versammelt haben, verhaftet das Dienstmädchen, das in Wirklichkeit natürlich Mitarbeiterin  der Spionageabwehr ist, die beiden Verbrecher. Bürger fühlt sich nun wieder souverän und als Herr der Lage und kann, nachdem er alle Eindringlinge hinausgeworfen hat, endlich wieder zu seiner Kriminalschriftstellerei zurückkehren.  

Peter Löbach hatte die Rolle des Herrn Kriminalschriftstellers Bürger übernommen. Frau Bürger wurde dargestellt von Angelika Leven. Beider Tochter Rita Bürger wurde gemimt von Elisabeth Löbach. Sabine Leven schauspielerte eine Polizistin der Spionageabwehr. 

Die beiden Ganoven wurden von Jürgen Dahlhausen und Guido Pieper gespielt. Weitere Rollen spielten: Lydia Becker, Lioba Görres, Martin Klingmüller, Susanne Schmitz und Angela Haags. Die Regie führte Wilfried Görres.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 9 vom 3. März 1988 (und 1989)
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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