Aufnahme: 1989
Eiserne Hochzeit von Katharina und Fritz Müller - Bei der Ittenbacher Kirmes entzündete sich der Funken der Liebe
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
Die Kapelle spielte bei der Ittenbacher Kirmes im Jahre 1922 das Lied „Mädel aus dem schwarzen Wald". Da forderte Fritz Müller die hübsche Katharina Langenfeld zum Tanz auf. Das war der Anfang einer Liebe, die nun schon 65 Jahre anhält. Am Montag, 22. Mai, begeht das Paar die Feier der Eisernen Hochzeit. Das Jubelpaar wohnt im Döttscheider Weg 68 b in Ittenbach.
Fritz Müller, der in Ittenbach am 30. März 1900 geboren wurde, war nach dem Schulbesuch bei seinem Vetter in Wahn in einer Gaststätte tätig. Doch nach dem ersten Weltkrieg sattelte er um und erlernte den Beruf eines Maschinenschlossers. Während seiner vielen Berufsjahre brachte er es bis zum Maschinenbaumeister. Etwa 30 Jahre wirkte er bei den Lemmerzwerken in Königswinter, davon 23 Jahre als Ausbildungsmeister in der Lehrwerkstätte. Fritz Müller unterrichtete auch an der Berufsschule Königswinter und Bad Honnef als Fachlehrer und wirkte im Prüfungsausschuß der Bonner Industrie- und Handelskammer mit. Heute noch arbeitet er trotz seiner 89 Jahre eifrig im Garten. Viele Jahre war er eifriger Kegler im Club „Er waggelt noch".
Die Eiserne Hochzeiterin wurde vor 86 Jahren in Bennert geboren. Nach der Grünen Hochzeit, die in Oberpleis gefeiert wurde, lebte das Paar viele Jahre in Oberdollendorf und zog dann später nach Ittenbach. 40 Jahre gehörte Katharina Müller der Frauengemeinschaft an und war dort auch einige Zeit Kassiererin.
Der Ehe entstammt ein Sohn. Zur Gratulation werden auch zwei Enkel und vier Urenkel erwartet. Gefeiert wird aber erst am Dienstag, 23. Mai, mit einem Gottesdienst in der Ittenbacher Kirche um 15 Uhr und der anschließenden Gratulationscour in der „Alten Post".
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