Abschiedskonzert für den Vater des Vereins

Aufnahme: 1981

Abschiedskonzert für den Vater des Vereins

Willy Hülder steht nicht mehr an der Spitze der Eintracht Ittenbach

Die Bonner Rundschau berichtete:

Überfüllt war die Aula der Altstadt, als dort der Ittenbacher Männerchor „Eintracht“ ein Abschiedskonzert für seinen Dirigenten Willy Hülder gab, der seit der Gründung 1957 an der Spitze steht.
In der mit Blumen festlich dekorierten Aula begrüßte Eintracht-Chef Manfred Görres die Ehrengäste, darunter gehörten Bürgermeister Günter Hank, Stadtdirektor Schmitz, Pfarrer Udo-Maria Schiffers, Pfarrerin Dorothee Demond, Kreisvorsitzender Günter Bräuner vom Deutschen Sängerbund und sein Siebengebirgskollege Karl Winzen. Manfred Görres betonte, daß man mit diesem Konzert Abschied nehme von Willy Hülder, der 32 Jahre die musikalische Betreuung hatte und dabei wertvolle Chorarbeit geleistet habe. In diesen Jahren, so Görres, widmete Hülder seine ganze Kraft und sein ganzes Können der Chorgemeinschaft.
Das dem so war, bewies das Opernkonzert. Die Besucher erlebten zwei wirklich genußreiche Stunden mit dem Chor und den Solisten Gudrun Schröder (Sopran) und Horst Feuerstein (Bariton). Solisten und Chor wurden einfühlsam von Norbert Brochhagen am Klavier begleitet. Zwischen den gesanglichen Darbietungen musizierte das Akademische Orchester Bonn, das auch den Konzertteil mit Mozarts Ouvertüre „Il re pastore“ einleitete. Im ersten Teil des Konzertnachmittags erfreuten die 40 Ittenbacher Sänger mit dem „Priesterchor“ aus der Oper ,,Die Zauberflöte“, dem „Pilgerchor“ aus der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner, dem Chor der Gefangenen aus der Oper „Nabucco“ und „Gelobt, gepriesen der hl. Namen“ dem Finale des zweiten Aktes aus der Oper ,,Macht des Schicksals“.
Auch im zweiten Teil wurden Opern-Chorwerke der Komponisten Wagner, Gounod, Lortzing und Verdi aufgeführt dargeboten.
Die Gesamtleitung hatte Willy Hülder, der nachher bei der Abschiedsfeier durch eine Urkunde zum Ehrenchorleiter ernannt wurde. Zudem erhielt er als Geschenk vom Chor einen Stich vom Siebengebirge. Bürgermeister Günter Hank nannte den Scheidenden den „Vater des Vereins“, der sich ganz für die Eintracht engagiert habe. Dem Verein zur Bestreitung der Konzertkosten überreichte Hank einen gewichtigen Umschlag.
Peter Jungbluth sprach im Namen der Ortsvereine den Dank an Hülder aus und schenkte eine Schallplatte mit Ausschnitten aus der Schöpfung, der Matthäus-Passion und dem Weihnachtsoratorium.
Günter Bräuner überbrachte mit Karl Winzen die Wünsche des Deutschen Sängerbundes. Als Geschenk hatte Bräuner ein Buch mit den Meisterchören des Sängerbundes NRW mitgebracht. Einen Wappenteller des Rhein-Sieg-Kreises nahm Hülder vom Landrat Dr. Franz Möller entgegen, der auch Protektor des Kreissängerbundes mit seinen 168 Chören ist. Der Name Hülder bleibt allerdings dem Chor treu. Denn Sohn Ulrich Hülder übernahm die Nachfolge seines Vaters.

Quelle
Bonner Rundschau vom 01.12.1981
Zur Verfügung gestellt von
Annette Hirzel
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