Aufnahme: 1984
Busbahnhof Ittenbach seiner Bestimmung übergeben
gst. Nun hat auch der Königswinterer Stadtteil Ittenbach seinen neuen Busbahnhof. Er wurde vom Marienplatz in Höhe des Hotels Sonneck verlegt. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste von Rat und Verwaltung, aber auch vom Landschaftsverband und der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft wurde der neue Platz, der für etwa zwei Millionen Mark gebaut wurde, in Betrieb genommen. Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz betonte in seiner Ansprache, dass nunmehr ein langgehegter Wunsch der Ittenbacher in Erfüllung gegangen sei. Bereits der alte Gemeinderat von Ittenbach habe sich mit dem Verkehrsproblem und mit der Verlegung des Busparkplatzes beschäftigt. Schon dem ehemaligen Gemeinderat war der Marienplatz und die Kirchstraße, bezüglich des starken Verkehrs, ein Dorn im Auge.
1968 vergab der Ittenbacher Gemeinderat einen Auftrag zur Planung. Doch die kam nicht mehr zustande, weil 1969 die kommunale Gebietsreform vollzogen wurde. Aber schon nach kurzer Zeit, so erklärte der Stadtdirektor, habe sich der neue Rat der Stadt Königswinter mit dem Verkehrsproblem in Ittenbach beschäftigt. Es wurde geplant, diskutiert und wieder neu geplant, bis man sich 1977 für diesen Platz entschied. Der entsprechende Bebauungsplan wurde 1978 erstellt. Für eine Million Mark musste der Grund und Boden käuflich erworben werden. In den Jahren 1978 und 1979 stellte die Stadt beim Landschaftsverband Anträge auf Bezuschussung der angemeldeten Förderungsmaßnahmen. Insgesamt wurden zehn Anträge gestellt, so dass sich der Zuschuss von 750.000 auf 1,6 Millionen Mark erhöhte. Für diese großzügige Hilfe dankte der Stadtdirektor den anwesenden Vertretern des Landschaftsverbandes.
Der letzte Bewilligungsbescheid ging erst 1983 ein. Die Baufirma erhielt im November 1983 den Bauauftrag. Mit den Arbeiten ist Mitte Dezember begonnen worden und in den ersten Augusttagen sind die Baumaßnahmen termingerecht fertig geworden. Der Stadtdirektor teilte weiter mit, dass der Baumbestand erhalten worden ist. Neue Bäume wurden noch zusätzlich gepflanzt. Insgesamt konnten sieben Bushaltestellen errichtet werden. Alle Haltestellen erhielten eine eigene Wartehalle mit Sitzbänken. Für Anlieger und für Fahrgäste, die mit PKW zur Haltestelle kommen, wurden 23 Parknischen angelegt. Für eine gute Nahverkehrsmöglichkeit zu sorgen, ist oberstes Ziel der Stadt. Mit diesem neuen Busparkplatz sind Rat und Verwaltung diesem Anliegen und dem berechtigten Anspruch der Bevölkerung näher gekommen. Stadtdirektor Schmitz ist der Ansicht, dass der Ittenbacher Busparkplatz der schönste weit und breit sei.
Heinz Schumm, Geschäftsführer der Rhein-Sieg-Verkehrs-Gesellschaft, sprach Worte der Begrüßung für die RSVG und SSVK. Sodann griff Karl-Heinz Görres, der Vorsitzender des Planungs- und Umweltschutzausschusses, zur Schere und durchschnitt das weiß-rote Band. Ein Bus der Linie 26 fuhr zu seiner Haltestelle auf dem neuen Bus Platz.
Vizebürgermeister Herbert Krämer wusste, dass die Gemeinde Ittenbach 1910 bereits eine Verkehrsgesellschaft besaß, die einen Bus unterhielt. Dieser Bus wurde 1914 in den Krieg eingezogen und die Gesellschaft war am Ende. Täglich werden 137 Busse Ittenbach anfahren. Der Bürgermeister rief die Bevölkerung auf, mehr die Busse und die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen als den eigenen PKW. So trage man zum Umweltschutz bei. Der Nachbarschaft dankte Vizebürgermeister Krämer, die mehrere Monate durch die Bauarbeiten belästigt wurde. Der Wunsch Krämers: "Möge dieser Busparkplatz zu einer Stätte der Begegnung und der Kommunikation der Wartenden werden, denn vor mehreren Jahrzehnten stand an dieser Stelle ebenfalls eine Begegnungsstätte, nämlich ein Tanzsaal." Anschließend gab es Frei-Kölsch, gestiftet von der Rhein-Sieg-Verkehrs-Gesellschaft. Dafür dankte der Stadtdirektor.
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