Aufnahme: 1976
Zwei neue Fahrzeuge für Ittenbacher Wehr
Stadtdirektor Schmitz übergab am Sonntagmorgen der Löschgruppe Ittenbach einen neuen Rüstwagen und einen neuen Mannschafts-Transportwagen. Die Schlüssel der beiden neuen Fahrzeuge überreichte der Stadtdirektor auf dem Kirchvorplatz, wo die beiden Autos girlandenbekränzt und mit Nelken geschmückt aufgestellt worden waren, dem Wehrführer Georg Löbach.
Die beiden Geistlichen, Pfarrer Hambüchen und Pfarrer Jakoby, gaben den neuen Feuerwehrwagen die kirchliche Weihe. Beide Pfarrer gratulierten danach den Wehrleuten für die neuen Fahrzeuge mit den polizeilichen Kennzeichen SU 2237 und SU 2271.
Wie Stadtdirektor Schmitz nach einem Frühstück in der Gaststätte „Alte Post" sagte, sei der Rüstwagen zur Verbesserung der technischen Hilfeleistung angeschafft worden. Bereits im Juli 1974 wurde das 120 PS starke Fahrzeug in Auftrag gegeben und im Haushalt dafür DM 150 000,- veranschlagt. Im September des vergangenen Jahres wurde der Rüstwagen bereits geliefert. Er kostete 142.200,- DM. Für den mit Funk ausgestatteten Wagen gaben Land und Kreis Zuschüsse in Höhe von DM 85.300,-.
Der Mannschafts-Transportwagen ist 80 PS stark und hat ein Gesamtgewicht von 2540 Kilogramm. Er kostet DM 19.500,-. Das Land gewährte einen Zuschuß in Höhe von 7800,- DM.
Bei der Generalversammlung gab Wehrführer Löbach einen ausführlichen Jahresrückblick für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1975. Der Wehr gehören 43 aktive Mitglieder und 14 Jugendfeuerwehrkameraden an. Die Altersabteilung besteht aus 13 Männern. Die aktiven Mitglieder teilen sich wie folgt auf: ein Hauptbrandmeister, zwei Brandmeister, drei Unterbrandmeister, 25 Oberfeuerwehrmänner, elf Feuerwehrmänner und ein Anwärter. Durch die Neuanschaffung des Rüstwagens und des Mannschaftswagens ist die Löschgruppe zur Zeit in der Lage, alle an sie gestellten Forderungen zu erfüllen. 14 Einsätze mußten 1975 gefahren werden. Dabei handelte es sich um acht Autobrände, drei Mittelbrände und drei Wald- und Flächenbrände. Bei sechs Verkehrsunfällen leistete die Wehr Hilfe. Ein Mensch wurde aus einer Notlage befreit. Bei Sturmschaden trat die Wehr in Aktion und beteiligte sich an der Suche nach einer vermißten Person. Einmal wurde die Wehr blind alarmiert.
Die Gesamtzahl der Einsätze mit 24 verringerte sich im Vergleich zu 1974 zwar um zehn, jedoch erhöhte sich die Zahl der bei Verkehrsunfällen geborgenen Verletzten sogar von zwölf auf 49. Außerdem mußte 1975 noch ein Toter geborgen werden. Der Sachschaden betrug auch im Jahre 1975 wieder etwa 300.000,-- DM. Vier Sicherheitswachen im Steinbruch am Nasseplatz wurden durchgeführt. 16 Ubungen und zehn Unterrichtsabende wurden abgehalten.
Zwei Wehrleute nahmen an einem Maschinistenlehrgang auf Kreisebene teil, ein Mitglied besuchte einen Funkerlehrgang an der Katastrophenschule in Wesel. Hauptbrandmeister Georg Löbach nahm an einer Schulung der Führungskräfte im Funkwesen teil. Das Deutsche Rote Kreuz unterrichtete die Löschgruppe nochmals in der Ersten Hilfe. Josef von Spiczak-Breczinski berichtete über die Jugendwehr, die hauptsächlich sportliche Veranstaltungen durchführte, sich aber auch in der Funktechnik und in der Ersten Hilfe unterweisen ließ.
Zu Oberfeuerwehrmännern wurden auf der Versammlung Michael Heider, Karl-Heinz Haags und Arnold Leven befördert. Aus dem aktiven Dienst schieden die Oberfeuerwehrmänner Fritz Brassel, Josef Fiegl, Heinz Lenzen und Fritz Görres aus. Sie wurden in die Altersabteilung übernommen.
Mit einem Lichtbildervortrag über die Einsätze 1975 wurde die Versammlung beendet. Eine Woche vor der Versammlung fand ebenfalls in der „Alten Post" das Winterfest mit Theateraufführung und Verlosung statt.
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