Aufnahme: 1975
Ittenbacher Feuerwehr: Über 8 000 Stunden im Einsatz
Wehrleute versuchten sich als Schauspieler
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
Die Ittenbacher Feuerwehr hat nunmehr 46 aktive Mitglieder, 13 Männer gehören der Alterswehr an und die Jugendwehr besteht aus 14 Mitgliedern. Diese Zahlen nannte Hauptbrandmeister Georg Löbach in seinem umfangreichen Jahresrückblick bei der Jahreshauptversammlung in der „Alten Post". Die aktiven Mitglieder gliedern sich wie folgt auf: ein Hauptbrandmeister, zwei Brandmeister, drei Unterbrandmeister, 28 Oberfeuerwehrmänner, elf Feuerwehrmänner und ein Anwärter. Durch die neue Jugendfeuerwehrgruppe erhöhte sich der Mitgliederstand um elf Personen. Die Ausrüstung der Löschgruppe änderte sich im Berichtsjahr nicht wesentlich. Zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen wurden zwei Hebekissen neu beschafft und ein Rüstkraftwagen wurde in Auftrag gegeben. Ein Teil der noch fehlenden neuen Uniformen wurde ausgeliefert.
Neun Pkw- und Lkw-Brände, drei Mittelbrände und fünf Wald- und Wiesenbrände mußten bekämpft werden. Die insgesamt 17 Hilfeleistungen gliedern sich wie folgt auf: vier Ölschäden, zehn Verkehrsunfälle, zwei Sturmschäden und eine Tierhilfe. Bei den Verkehrsunfällen wurden zwölf Verletzte und drei Tote geborgen. Der Sachschaden betrug nach vorsichtigen Schätzungen und Rücksprachen mit der Polizei 352 850,- DM.
Sechs Sicherheitswachen wurden bei Veranstaltungen im Steinbruch Nasseplatz gestellt, auch wurde die Martinszugbegleitung gestellt. 16 Übungen und zehn Unterrichtsabende standen auf dem umfangreichen Programm. Die Einsatzzeit der Löschgruppe betrug 8 289 Stunden.
Zehn Einsätze wurden in den Nachtstunden zwischen 22 und sechs Uhr durchgeführt. Die Löschgruppe gestaltete in Zusammenarbeit mit den Alterskameraden den Vorplatz an der Wehrhütte neu; in Anwesenheit von Stadtdirektor Schmitz konnte ein zünftiges Richtfest gefeiert werden. Nicht unerwähnt im Jahresbericht blieben auch die Veranstaltung anläßlich der Brandschutzwoche und der Ausflug nach Ingelheim.
Die Löschgruppe nahm auch an Übungen auf Stadtebene teil. Brandmeister Josef Linden besuchte einen Sanitätslehrgang an der DRK-Schule in Münster.
Im weiteren Verlauf der Versammlung unterrichtete Manfred Becker die Anwesenden über die finanzielle Lage der Wehr. Den Kassenprüfungsbericht erstattete Martin Klingmüller. Helmut Schliebusch gab einen Bericht über die Sterbekasse.
In der Aussprache teilte Beigeordneter Erich Lichtenberg mit, daß für die Stadtwehr im Jahre 1975 zwei Mannschaftstransportwagen angeschafft werden. Der für die Ittenbacher Wehr bestellte Rüstwagen wird sehr wahrscheinlich auch in diesem Jahre ausgeliefert. Der Versammlung wohnten neben Erich Lichtenberg auch der stellvertretende Bürgermeister Dr. Wolf Schmidt-Küster sowie die Stadtratsmitglieder Jungbluth und Görres bei.
Über die Einsätze in 1974 wurden Lichtbilder gezeigt. Für die Wehr zelebrierte Pfarrer Hambüchen einen Gottesdienst. Er predigte über die Aufgaben der Wehr und bedankte sich für den stetigen Einsatz zum Schutz von Hab und Gut und auch des einzelnen Menschenlebens.
Bei einem Theaterabend führten Laienspielerinnen und -spieler der Wehr im vollbesetzten Hotel „Alte Post" das Stück "Dorfteufel" von Heinrich Wolf auf. Die Einstudierung hatte Alois Bollig übernommen. Zum Tanz spielte dann die Kapelle „Die Ritas" auf. Eine Tombola brachte zahlreiche Gewinne. Abordnungen der Nachbarwehren waren auch erschienen.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.