Aufnahme: 1979

Goldhochzeit der Eheleute Danz

Beim Turnfest lernten sie sich kennen 

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

1928 war es. Da lernten sich bei einem Turnfest in Köln Wilhelm Danz und Agathe Hamacher kennen und lieben. Er saß in der ersten, sie in der zweiten Reihe und beim anschließenden Tanzen versprach man sich ewige Treue. Ein Jahr später, am 20. April 1929, wurde vor dem Traualtar der St. Michaelkirche in Köln der Bund fürs Leben geschlossen. Am heutigen Freitag feiern die Eheleute in ihrem schmucken Heim in der Ittenbacher Gräfenhohner Straße 55 c 50. Wiederkehr ihres Hochzeitstages.

Am 30. Juni 1906 erblickte der Goldhochzeiter in Köln das Licht der Welt. Nach dem Schulbesuch erlernte er den kaufmännischen Beruf. Die meiste Zeit seines Berufslebens, 16 Jahre, verbrachte er bei der Kölner Agfa-Foto-Fabrik und zehn Jahre als Lagerist bei einer Bonner Firma. In seiner Jugend spielte er Fußball in der Jugendmannschaft des damaligen Kölner Ballspielclubs, einem Vorgänger des heutigen 1. FC Köln. Der Sport ist auch heute noch sein Haupthobby, allerdings nur als Zuschauer. Kein sportliches Ereignis, egal was es ist, vom Fußball bis zum Boxen, läßt er im Fernsehen aus. "Ich stehe sogar nachts für eine Sportübertragung auf." Im übrigen sieht man Wilhelm Danz viel in seinem Garten.

Am Heiligen Abend des Jahres 1907 wurde Agathe Hamacher in Köln geboren. Bis zu ihrer Hochzeit mit Wilhelm übte sie ihren erlernten Beruf als Friseuse aus. Sie erinnert sich noch bestens an die Arbeit mit dem Onduliereisen. Viele Jahre war Agathe Mitglied in einem Kölner Schwimmverein. Der Ehe entstammen vier Söhne und eine Tochter. Der ganze Stolz der Großeltern sind elf Enkelkinder und der eine Urenkel. In den ersten sechs Jahren nach ihrer Eheschließung verbrachten die jungen Eheleute in den Sommermonaten die Wochenenden in Gottes freier Natur: Mit Rad, Zelt und Paddelboot.

Im Kriegsjahr 1944 wurde das Paar in Köln ausgebombt. In Ittenbach fanden sie im Oktober 1944 eine neue Heimat. Zuerst kauften sie sich 1946 ein Fachwerkhäuschen und seit 1956 wohnen sie in ihrem Eigenheim. Nach einem Dankgottesdienst um 14.30 Uhr in der Ittenbacher Pfarrkirche wird in Aegidienberg die Goldhochzeit gefeiert.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 16 vom 20.04.1979
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt
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