Aufnahme: 1951
Zweite Westdeutsche Zuverlässigkeitsfahrt
Seit Beginn der 1920er Jahre wurden solche Wettbewerbs- bzw. Testfahrten für Automobile und Motorräder auf vorgeschriebenen Routen im Deutschen Reich durchgeführt. Deren Belastbarkeit und Robustheit kam dabei auf den Prüfstand, wie man auf Wikipedia erfährt - siehe Link unten. Bei den Zuverlässigkeitsfahrten ging es darum, ob die Fahrzeuge die Belastung durchhielten, bei den Gebrauchs- und Wirtschaftlichkeitsprüfungen spielten v.a. der Öl- und Benzinverbrauch eine Rolle.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Westdeutsche Zuverlässigkeitsfahrten im Siebengebirge durchgeführt. Wie man dem Plakat entnehmen kann, startete die Zweite Westdeutsche Zuverlässigkeitsfahrt in Ittenbach.
Aus einer Broschüre zur Vierten Westdeutschen Zuverlässigkeitsfahrt im Siebengebirge am 19. April 1953 für serienmäßige Motorräder und Motorroller, die um 6 Uhr Nähe Ittenbach gestartet ist, geht der Streckenplan hervor (von Ittenbach über Brüngsberg, Orscheid, Wüllscheid, Eudenbach, Hanfmühle, Berghausen, Herresbach, Oberpleis zurück nach Ittenbach mit Bremsprüfung, Steil- und Schlammstrecke) - siehe 1. Bild unten.
Veranstalter von 1953 war die Motorsport-Vereinigung Siebengebirge e.V., Ortsclub ADAC.
Ehrenprotektor: Jul. Köther, Sportpräsident des ADAC
Schirmherrschaft: Landrat des Siegkreises: P. Etzenbach, Eitorf, Mitglied des Bundestages
Zum Ehrenausschuss gehörte neben dem Stadtdirektor Königswinter und den Bürgermeistern von Aegidienberg, Oberpeis und Uckerath auch der Bürgermeister von Ittenbach, Karl Haacks.
Am 14.12.1949 berichtete der Bonner General-Anzeiger unter der Überschrift: "Zuverlässigkeitsfahrt 1951 genehmigt":
"Auf der ADAC-Gausportleitertagung wurde die zweite westdeutsche Zuverlässigkeitsfahrt, die am 15. April 1951 in Königswinter durchgeführt werden soll, genehmigt."
Am Jahresende 1950 ging es bei den Planungen für den Motorradsport-Terminkalender für 1951 mit insgesamt 40 Rennveranstaltungen darum, das "Statut des deutschen Motorsports dem der Internationalität anzugleichen", wie aus dem Artikel vom Bonner General-Azeiger vom 18.12.1950 hervorgeht - siehe 2. Bild unten.
Schon früher hatte es solche Wettbewerbsfahrten im Siebengebirge gegeben.
Bereits am 14.6.1924 hatte das Echo des Siebengebirges geschrieben: "13. Juni (Motorradsicherheitsfahrt um das Siebengebirge) Das im Oktober 1922 erstmals durchgeführte Motorradstraßenrennen um den "Goldenen Kranz des Siebengebirges", veranstaltet vom Klub für Motoradsport, E. B. Köln, Ortsgruppe des A. D. A. C., soll dieses Jahr wiederholt werden. Vorgesehen ist der 2. September. Der erste Preis ist der "Goldene Kranz des Siebengebirges", eine kleine goldene Plakette mit Inschrift, umrahmt von einem Lorbeerkranz, der dem Sieger von jeder Klasse übergeben wird."
Am 17.3.1928 stand im Echo des Siebengebirges: "Der Motorradsport-Klub Siebengebirge (Sitz Köngswinter) führt am Sonntag, den 18. ds. Mts seine diesjährige große Zuverlässigkeitsfahrt über 300 klm. aus. Der Start ist morgens 8 Uhr Berliner Hof Königswinter und führt über Honnef, Rottbitze, Selters, Montabaur, Diez (Lahn), Bad Langenschwalbach, St. Goarshausen, Koblenz, Brohl, Bonn zum Ziel in Rhöndorf. Zu der Veranstaltung sind ungefähr 50 Fahrer gemeldet, so daß mit einem vollen Erfolg der Fahrt zu rechnen ist, welche die größten Ansprüche an Fahrer und Maschine stellt."
Mehr Infos finden Sie auf Wikipedia.de - siehe 1. Link unten
Weitere Infos auch zum Motoradrennen um den Goldenen Kranz im Siebengebirge von 1926 finden Sie im Virtuellen Brückenhofmuseum - siehe 2. Link unten
Im Virt. Heimatmuseum Oberpleis finden Sie Fotos und Augenzeugenberichte - siehe 3. Link unten.
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