Aufnahme: 1937 (ca.)

Sportrennfahrer Robert Spindler vom Hotel Margarethenhof

Rolf Spindler vom Hotel Margerethenhof war vor dem Zweiten Weltkrieg ein begeisterter Sportrennfahrer und hat an einigen Rennen, auch an Bergrennen, erfolgreich teilgenommen.

Er war der Sohn von Marie Spindler geb. Scheidemandel und Max Spindler, Direktor der Siemens-Schuckert-Werke aus Köln. Der hatte 1930 das Hotel Margarethenhof übernommen, das als Kurhotel und Pension „Margaretenhof“ im Handelsregister eingetragen wurde. Um 1932 übernahm Rolf Spindler das Hotel "in eigener Regie“ und „baute die Gaststätte aus“, wie der General-Anzeiger vom 7.11.1930 berichtete. Er heiratete am 26.10.1937 im Kurhotel Margarethenhof Annemarie Burt. Inhaberin nach dem unerwartet frühen Tod von Max Spindler am 24. Januar 1933 im 59. Lebensjahr blieb seine Witwe Marie Spindler.

Am 24.7.1934 berichtete das Echo des Siebengebirges, dass sich aus Königswinter-Land Rolf Spindler (Margarethenhof) mit Tornax-Wagen (Klasse 6) und aus Königswinter-Stadt Albert Lennarz auf Motorrad DKW 600 ccm an der Deutschlandfahrt über 2000 Kilometer beteiligt hatten und beiden die Goldene Plakette zuerkannt worden war. 

Am 2.9.1937 steht in der Zeitung, dass der Sportwagenführer Rolf Spindler am Ratisbonaer Bergrennen bei Kehlheim a. d. Donau einen schönen Erfolg verbuchen konnte und dann noch trotz Getriebschadens auch beim Hohensyburg-Dreiecks-Rennen den dritten Platz belegt hatte.

Auch 1938 nahm er an diesem Rennen teil und belegte den zweiten Platz (Echo d.S. 8.9.1938). 

Am 21. Juli 1946 wurde an die im Krieg zum Erliegen gekommene Tradition der Bergrennen erstmals wieder angeknüpft.

"Ausgewählt für das Bergrennen wurde die acht Kilometer lange Strecke von Obertal bei Baiersbronn auf den Ruhestein. Und die verlangte Mensch und Technik damals alles ab... 30 000 Zuschauer verfolgten die erste offizielle Motorsportveranstaltung nach dem Zweiten Weltkrieg. Alleine in Reutlingen wurden zwölf Lastkraftwagen organisiert, um die Besucher an die Rennstrecke zu bringen... Rennleiter war kein Geringerer als Schorsch Meier. Die vor dem Krieg bekannte Renngemeinschaft Offenburg nahm mit ihren drei verbliebenen Mitgliedern an den Wagenrennen teil. Dies waren die Gebrüder Mall und Heinz Mölders. Rolf Spindler befand sich noch in Kriegsgefangenschaft", stand in der Zeitung Baden online.

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