Aufnahme: 1925 (ca.)
Berühmte Gäste: Willi Ostermann und Frau im Löwenburger Hof
Im Gästebuch des Hotels findet sich dieses Foto von Käthe Ostermann, der Witwe von Willi Ostermann, die sich hier oft und gern hatten verwöhnen lassen.
Im Nachtigallental haben seine Freunde dem 1936 verstorbenen Kölschen Dichter und Komponisten ein Denkmal errichten lassen.
In der Geschichte über das Nachtigallental schreibt Klaus Breuer im Naturpark-Echo des VVS in der Januarausgabe 2011:
"1876 in Köln-Mülheim geboren, entwickelte Ostermann sich bald zum populärsten „kölschen“ Texter und Komponisten lustiger und nachdenklicher Prägung zugleich. Seine Lieder, auf Erlebnissen seiner eigenen Umgebung fußend, waren mehr als bloße Karnevalspoesie. 1907 war seine erste Schöpfung „Däm Schmitz sing Frau eß durchjebrannt!“. Dann folgten „Wer hät dat vun der Tant gedaach?“, „Jetz hät dat Schmitze Billa in Poppelsdorf en Villa“. „Die Wienanz han nen Has em Pott, miau, miau, miau. Dä Hövelmanns ihr Katz es fott, miau, miau, miau.“
Wer kennt nicht die Lieder „Wenn ich su an ming Heimat denke“ und „Ich möch zo Foß no Kölle jonn“. Diese Liebe, die Ostermann zu Köln hatte, brachte er auch seiner zweiten Heimat, dem Siebengebirge, entgegen. Dort im Nachtigallental oder auf dem Burghof saß er immer wieder und schrieb u.a. die Verse Lieder, die dem Nachtigallental wohl mehr Touristen zugeführt haben als jeder noch so gut entworfene Werbeprospekt. Ja er bescherte der Stadt Königswinter 1931 fast eine Art Lokalhymne, die auf keiner Karnevalssitzung hier fehlen darf, als er textete und mit schmissiger Melodie komponierte:
Da, wo die sieben Berge am Rheinesstrande steh´n, kannst du die blonden Mädel mit blauen Augen seh´n.
Und an die schönen Stunden denkst du dann tausendmal,
wo fröhlich sie marschierten durch´s Nachtigallental."
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