Aufnahme: 1982

Evangelische Gemeinde baut ein neues Gemeindehaus in Ittenbach

Die Siebengebirgszeitung berichtete:

Bis vor wenigen Jahren besaß die evangelische Kirchengemeinde Königswinter einen Gemeindesaal in Aegidienberg. Als dann die Gemeinde getrennt und Aegidienberg zur selbständigen Gemeinde erhoben wurde, war guter Rat teuer. Neben der evangelischen Kirche in der Altstadt besaß die Gemeinde nur einen kleinen Raum, der sich als viel zu klein erwies. Bereits unter Pfarrer Ekkehard Jacoby wurden erste Pläne gefaßt, in Ittenbach ein neues Gemeindehaus zu bauen. Ittenbach wurde gewählt, weil in Königswinter selbst keine Ausdehnungsmöglichkeit mehr bestand. Vor einem Jahr waren die Vorbereitungen trotz allgemeiner Finanznot soweit, daß der Planungsgruppe Stieldorf der Auftrag zu einem Bauplan erteilt werden konnte.

Jetzt lud die Gemeinde zur feierlichen Grundsteinlegung ein. Eingangs wies Kirchmeister Friedemann Schwarzmeier darauf hin, daß dieses Haus nach Vollendung als Heimstatt für alle Menschen in Ittenbach dienen soll, auch für die katholischen und Andersgläubige. In der Hauptsache aber soll dieses Gemeindehaus der Jugend offenstehen, die dort ihre aktiven Fähigkeiten entwickeln soll. Pfarrer Peter Hintze betonte, daß ein solches Haus in Ittenbach bisher gefehlt habe, da es im Hinterland noch viele Familien mit Kindern gibt. Seniorpresbyter Gerhard Klammer verlas die Urkunde, die dann eingemauert wurde. Pfarrer Hintze vollzog die ersten drei traditionellen Hammerschläge. Ihm folgten Bürgermeister Günter Hank und die vielen anderen Ehrengäste, unter ihnen vom Kreis Theo Potthast und Dr. Kaufmann vom Kreisjugendamt. Gäste der Feierstunde waren aber auch Vertreter der katholischen Gemeinde und der benachbarten evangelischen Gemeinde aus Aegidienberg.

Das neue Haus entsteht auf einem Grundstück direkt neben der Auferstehungskirche. Die Urkunde für den Grundstein wurde von Ernst Schwarzmeier künstlerisch gestaltet und auf Pergament gemalt. In der Urkunde wird die Hoffnung gehegt, daß dieses Haus eine Stätte der Begegnung und der inneren Einkehr werden möge.

Der Grundsteinlegung voraus ging ein Gottesdienst, den Günther von Holst vorbereitet und der von Peter Hintze gehalten wurde. Die Gemeinde sang zu Beginn das Lied "Komm, bau ein Haus, das uns beschützt". Der Gottesdienst wurde musikalisch von der Musikgruppe der katholischen Jungen Gemeinde St. Remigius gestaltet. Kinder verkauften auch aus Ton hergestellte Bausteine zum Preis von zehn Mark, womit sich die Gemeinde an der Finanzierung beteiligen konnte.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 26 vom 02.07.1982
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt
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