Aufnahme: 1967

Die Einweihung der evangelischen Auferstehungskirche

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

"Am Ostersonntag, dem 26.3.1967, wird in Ittenbach die Auferstehungskirche eingeweiht.
Um 14.45 Uhr beginnt in der kath. Volksschule eine kleine Feier, wobei der Ortspfarrer eine Ansprache hält. Dann begibt sich ein Festzug zum Kantering, wo um 15 Uhr vor dem Eingangsportal der neuen evangelischen Kirche die Einweihungsfeierlichkeiten beginnen.
Nach der Weihe der vier neuen Glocken übergibt Architekt Lincke den Schlüssel an Landeskirchenrat Dr. Seeger, der ihn an den Ortspfarrer weiterreicht, der dann die Türe aufschließt.
Der Festzug begibt sich in die Kirche, während die Glocken zum ersten Male läuten.
Die Feier in der Auferstehungskirche beginnt mit dem „Intrade" des Posaunenchores.
Dabei übergeben die Presbyter dem Landeskirchenrat die Bibel, die Agende und die kirchlichen Geräte. Der Landeskirchenrat reicht sie dem Superintendenten und dem Ortspfarrer.

Zur Einweihung der neuen evangelischen Auferstehungskirche hat der Presbyter der evangelischen Gemeinde Ittenbach, Klaus Leibrandt, ein Grußwort an die Gemeinde gerichtet: „Der Pfarrer, das Presbyterium und der örtliche Bauausschuss haben es sich nicht leicht gemacht, sondern haben versucht, mit dem Architekten das Bestmögliche in Bezug auf Bauausführung und Einrichtung zu erstellen. Den vereinten Bemühungen ist es gelungen, das Äußere der Kirche harmonisch in die schöne Siebengebirgslandschaft einzufügen. Die Glocken konnten von gespendetem Geld angeschafft werden. Möge der Segen des Herrn für alle Zeiten über der Kirche sein, dass sie für unsere und für die kommende Generation ein Ort der Andacht ist."
In dem Grußwort bedankt sich Leibrandt für das in der Schule gewährte Gastrecht beim Gemeinderat und beim Schulvorstand. Pfarrer Krakowski schildert dann in seinem Grußwort den Ostergedanken.

Glockenturm und Kirche bilden eine Einheit. Der Neubau der Ittenbacher evangelischen Auferstehungskirche umfasst einschließlich des Glockenturmes einen umbauten Raum von 2525 cbm. In ihm sind 150 Sitzplätze im Hauptraum, 30 Plätze auf der Empore und weitere
50 Notplätze vorhanden. Die Kirche ist mit einer ölbefeuerten Luftheizung ausgestattet.
Das Bauwerk wird von einem Satteldach überdeckt, dessen First quer zur Längs- und Altarachse des Hauptraumes verläuft. Unter den stark abfallenden Dachflächen liegt an der Westseite die Eingangshalle mit der Emporentreppe und an der Ostseite die Sakristei. Sie ist so groß bemessen, dass darin eine Gruppe bis zu zwanzig Personen Platz findet. Der Bereich der Sakristei ist unterkellert für die Unterbringung der Heizzentrale und des Brennstofftankes. Uber den Gebäudeeingang wurde der Turm gestellt.
Grundriss und Aufriss der Kirche haben eine strenge, geometrische Form. Auf jeglichen Vor- oder Anbau ist verzichtet worden. Somit entstand eine klare Linienführung, die einen geschlossenen Baukörper umkreist. Der Eingang ist vom Kantering zu erreichen. Zwischen dem Eingang und der Straße verbleibt ein kleiner Vorplatz, auf dem Kirchenbesucher vor
oder nach dem Gottesdienst verweilen."

Das Foto stammt aus der Sammlung des Ittenbacher Lehrers und Bildersammlers Alois Bollig.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung von 1967
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt (SZ-Artikel)
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