Aufnahme: 1904

Haus Falkenstein - Hotel, Pension, Restaurant

unter der Inhaberin "Witwe Michels" (mit einer weiteren Postkarte vom 25. Juli 1905 - s.u.)

Der Besitzer von Gut Falkenhof, der Ortsvorsteher von Ittenbach Johann Wilhelm Michels, war am 2. Februar 1829, so die Angaben auf seiner Todesanzeige, geboren worden und hatte am 12. Februar 1872 Augusta Lange geheiratet. Von ihren drei Kindern überlebten ein Sohn und eine Tochter den Vater, der am 2. Januar 1901 starb. Zur Todesanzeige von 1901 im Museum - siehe 1. Link unten

Augusta Michels hat der Ansichtskarte zufolge das Gut Falkenstein nach dem Tod ihres Mannes allein als Hotel, Pension und Restaurant weiterbetrieben. 1904 wurde hier die erste Ittenbacher Poststelle eingerichtet, die ihr Sohn Walter Michels bis in die 1950er Jahre leitete.

1965 stand in der Siebengebirgs-Zeitung (im MUseum siehe 2. Link unten):

"Das Falkensteiner Gässchen ist ein schmales Gässchen, das von der Hauptstraße in Richtung Post führt. Sein Name stammt von dem Gut Falkenstein, dessen Schreibweise einmal mit "F" und ein andermal mit "V" bekannt ist. Früher hieß das Gut "Valkensteyn ". Bei einem Gang über den Friedhof finden wir noch einige alte Grabkreuze von Verstorbenen, die einst auf Gut Falkenstein bzw. in diesem Ortsteil gewohnt haben. Einer dieser Grabsteine trägt die Inschrift: "Anno 1681, den 25. September, starb die ehrsame und tugendhafte Katharina Falkenstein, genannt Müllers."

Die Geschichte dieses Hofes beginnt mit einer urkundlichen Erwähnung im Jahre 1482, dem 24. August. An diesem Tage verkaufte der Junker Karl von Monreal, „Here zu Malburch" vor den Schöffen zu Königswinter das zu Ittenbach im Kirchspiel Königswinter gelegene Gut Valkenstevn an das Gotteshaus Engelthal zu Bonn. Godhard von Gudenau hatte ihm das Gut versetzt. Aus den weiteren dürftigen Nachrichten der Herren von Drachenfels, Löwenburg und Gudenau ist zu schließen, dass das Gut Falkenstein bereits lange Zeit vorher bestanden hat."

Diese vom Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Bestand B-P2 Postkarten allgemein, zur Verfügung gestellte Postkarte ist 1905 gelaufen. "Wir sind hier seit 8 Tagen u. wollen vier Wochen bleiben so Gott will", steht auf der Karte.

Quelle
Verlag von Ad. Pilz, Königswinter
Zur Verfügung gestellt von
Guido Schmeichel aus der Sammlung von Fred Fiala Todesanzeige von Johann Wilhlelm Michels - Bericht von 1967 in der Siebengebirgs-Zeitung
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