Aufnahme: 2025

Ein Blick auf die Geschichte des Forsthauses Stöckerhof

Am östlichen Fuß des Ölberg liegt "die Staatliche Revierförsterei des Forstamtes Siegburg (seit 1820); offene dreiflügelige Anlage: Dienstgebäude (1850), erbaut nach preußischem Typengrundriss, 1899 aufgestockt, 18. Jahrhundert Nebengebäude", lautet der Eintrag zum Forstdienstgehöft Stöckerhof, Zum Stöckerhof 23a, in der Denkmalliste Königswinter.

Von Franz Hermes, dessen Vorfahren ehemals den Stöckerhof gepachtet und später den Hof Keth gebaut hatten, stammen die folgenden fettgedrckten Informationen:

Der Stöckerhof kam um 1320 mit dem Gasenhof zu Oberpleis an das Kloster St. Catharinen, oberhalb Linz, gegründet 1238 von den Freiherren von Rennenberg, Frauenkloster mit wenig Grundbesitz, nur wenige Akten über das Kloster im Staatsarchiv Koblenz. Veröffentlichungen über den Stöckerhof sind mir nicht bekannt.

Durch Ahnenforschung in den Kirchenbüchern der Pfarre Ittenbach hat Wolfgang Golm einige Pächter als Vorfahren gefunden:

- um 1673 - 1685 Nicolaus Conzen und Appolonia, 5 Kinder in Stöcken-heim

- 1683 - um 1705 Joes Schmit und Anna, Villica in Stöcken

- 1706 Jacob Antweiler und Maria

- 1720 Joh. Michels, gest. 1756 und Helene Hacks, gest. 1755, Grabkreuz

- Heinrich Michels, gest. 1769, Gutsherr und Schöffe, verheiratet mit Christina Müller

- 1769 Balthasar Hermes, Schmied zu Heisterbach, heiratet in 1. Ehe die Witwe von Heinrich Michels (Christina Michels geb. Müller, gest. 1770), in 2. Ehe 1770 Katharina Limbach (geb. 1737 in Ensen, gest. 14.10.1810, Stöckerhof)

Infolge des Säkularisation wurde 1803 das Kloster St. Catharinen enteignet und aufgelöst. Der Stöckerhof wurde staatliche Domäne.

Pächter wurde Joh. Peter Hermes (Sohn von Balthasar Hermes), Ackersmann, Zehnteinnehmer von Ittenbach, Schulvorstand, der 1813 Maria Stricker heiratete.

Er musste mit seiner Familie, Gesinde und Vieh um 1820 den Hof verlassen. Er kaufte ein altes Anwesen unterhalb des Hofes in der Gemeinde Oberpleis, aufm Keth genannt. 

(Infos im Museum zum Hof Keth, der dem Bau der ICE-Strecke weichen musste, finden Sie im Datensatz 3328).

Der Stöckerhof wurde preußisches Forstamt unter Förster Hammelrath.

Die Ländereien (58 Morgen) wurden versteigert und von Joh. Peter Hermes unter Mithilfe seines Schwagers, Pastor Stricker von Oberpleis, ersteigert. 

-----------------------

Der königliche Revierförster Johann Hammelrath verunglückte 1869 in der Nähe der Rosenau, wo ein Gedenkstein für ihn steht - siehe im Museum Datensatz 1608.

Hubert Christian Maaßen schrieb 1890 in der "Geschichte der Pfarreien des Dekanates Königswinter" (S. 240): "Andere Güter in der Pfarre Ittenbach sind der Stöckerhof mit 82 Morgen. Der Stöckerzehnten (mit dem Hof) gehörten vormals der Propstei zu Oberpleis."

Weitere Informationen zur Geschichte des Stöckerhof finden Sie im Museum im Link unten.

Zur Verfügung gestellt von
Franz Hermes (Recherche) Weitere Informationen im Museum
Räume & Galerien
Familien Natur im Siebengebirge Siebengebirge
Aufrufe
202

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.