Aufnahme: 1921
Königswinterer Notgeld mit dem Geburtshaus des Königswinterer Malers Franz Ittenbach
„Seit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 vermehrte sich im Deutschen Reich die umlaufende Geldmenge und führte zu einer kontinuierlichen Geldwertverschlechterung und sinkender Kaufkraft" (aus: Deutsches Historisches Museum online - siehe Link unten).
Schon zu Beginn des Ersten Weltkrieges hatte die Kriegsmobilisierung immense Geldsummen verschlungen. Dadurch waren Geldmünzen knapp geworden.
"Um den Zahlungsverkehr aufrecht zu erhalten, gaben Städte, Gemeinden und Firmen mit staatlicher Duldung im August und September 1914 eigenes Notgeld zu 50 Pfennig, 1, 2, 3 und 5 Mark aus" (aaO.).
"Mit der militärischen Niederlage 1918 blähte sich die Geldmenge weiter auf… Im Zuge der Bewältigung der Kriegsfolgelasten setzte sich die Geldentwertung durch die Aufnahme neuer Staatsschulden unvermindert fort… Zur Deckung laufender Ausgaben mussten immer neue Kredite aufgenommen werden… Zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs wurden riesige Mengen an Scheinen benötigt… Das dafür erforderliche Banknotenpapier wurde von 30 Papierfabriken produziert… Trotzdem reichten die verfügbaren Zahlungsmittel nicht aus, die Druckmaschinen konnten den schwindelerregenden Wertverlust während der Hyperinflation einfach nicht mehr durch vermehrten Notendruck ausgleichen.
Deshalb wurden von mehr als 5.800 Städten, Gemeinden und Firmen eigene Notgeldscheine herausgegeben. Die Bevölkerung nahm alles als Zahlungsmittel an, was wie Geld aussah oder irgendwie "wertbeständig" wirkte" (aao.).
Mehr Infos - siehe Link unten
Bild unten: Rückseite des Scheins
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