Aufnahme: 1915
20-Mark-Reichsbanknote, Vorder- und Rückseite
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wurde Metall zu einem wertvollen Rohstoff. Deshalb mussten die Silber- und Goldmünzen durch Scheine ersetzt werden. Darauf war die Reichsbank nicht vorbereitet gewesen. Das führte einerseits zur Ausgabe von privatem Notgeld. Zum anderen mussten neue Scheine gedruckt werden. "Für den Wert zu 20 Mark ließ die Reichsbank unter dem Datum vom 4. November 1915 eine neue Note anfertigen und nach der Bekanntmachung im Reichsanzeiger vom 16. Dezember 1916 in Verkehr bringen. Sie war in Größe und Grundfarbe der Vorkriegsausgabe sehr ähnlich, jedoch trat jetzt das Bildelement stärker in den Vordergrund... Die Ausstattung der Note hinsichtlich Papier und Drucktechnik war noch ganz friedensmäßig und entsprach damit den Vorkriegsnoten, die auch während des Krieges in dem zeitraubenden Linientiefdruckverfahren nachgedruckt wurde."
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Lehrer Adolf Sawinsky schrieb in der Ittenbacher Schulchronik in seinem Kriegbericht zum Jahr 1914 unter der Überschrift: Papiergeld, Spareinlagen, Goldgeld, Preistreibereien.
Gleich zu Anfang des Krieges, als der Bezirk VIII. Armeekorps in Kriegszustand versetzt wurde, suchte man auch hier in der Gegend sämtliches Papiergeld umzuwechseln in der Meinung, dies sei kein vollwertiges Zahlungsmittel. Desgleichen entstand große Besorgnis der Bevölkerung wegen ihrer Spareinlagen in den öffentlichen Sparkassen, weshalb man allenthalben sein Geld abheben wollte. Eine weitere Folge war der Mangel an dem nötigen Wechselgeld, das von den Leuten festgehalten wurde. Aber die Aufklärung namentlich von der Schule aus, schaffte bald Wandel. Ebenso gelang es, eine beträchtliche Summe 20 000 M Goldes in Papiergeld umzuwechseln und an die Post abzugeben. – Eine weitere Folge des Krieges war zu Anfang desselben ein unerhörter Einkauf von allerlei Lebensmittel, welches eine ebenso unerhörte und unzulässige Preistreiberei zurfolge hatte, die aber bald geändert wurde und Höchstpreise für die verschiedenen Nahrungsmittel notwendig machte.
Zum Jahr 1915 schreibt er: Gold zur Reichsbank.
Wie ich auf Seite 49 berichtete, wurde auch eine Sammlung von Gold in hiesiger Gemeinde mit gutem Erfolge betrieben. Bei der Post und dem hiesigen Pfarramte wurden etwa 20000 M gegen Papiergeld eingewechselt. Von einer Sammlung durch Kinder habe ich aus gewissen Gründen abgesehen.
Reichsanleihe. Bei der zweiten und dritten Kriegsanleihe wurde von der Schule aus eine rege Beteiligung gefördert. Am zweckmäßigsten war eine direkte Aufklärung und Hilfetätigkeit bei den in Frage kommenden Leuten selbst. Das Ergebnis kann als ein sehr gutes für die kleine Gemeinde bezeichnet werden, brachte doch zur Kriegsanleihe allein das Pfarramt 54000 M incl. Kirchengelder auf. (aus: Schulchronik Teil 1 - siehe im Museum im Raum "Schriften")
Reichsbanknote, 20 Mark 4. November 1915
Größe 90 x 140 mm, Wasserzeichen 20 MARK
Vorderseite Überfluß (Allegorie)
Rückseite Arbeit und Ruhe (Allegorie)
Entwurf Professor A. Kampf
In Umlauf bis 5. Juni 1925
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