Aufnahme: 2024

Im nördlichen Siebengebirge wird das Holz "kaltblütig" aus dem Wald gezogen

Rückepferde rücken den Holzstämmen im unwegsamen Gelände im Ennert auch in diesem Frühjahr wieder waldschonend zu Leibe. Die kräftigen Kaltblüter warten geduldig, bis ihnen das Kumt (auch Kummet oder Kummt) um den Hals gelegt wird. Mit diesem gepolsterten und passgenauen Ring aufgeschirrt, wird ihre Zugkraft in vollem Umfang ausgenutzt. So ziehen sie Baumstämme aus dem Wald heraus an die Wege, wo sie abtransportiert werden können.

Mehr Infos auf Wikipedia zu Rückepferden - siehe 1. Link unten

"Der Landesbetrieb Wald und Holz macht seit Jahren gute Erfahrungen mit dieser schonenden Form der Waldarbeit", schrieb der General-Anzeiger im Sommer 2022 zum Einsatz von Rückepferden im Ennert - siehe 2. Link unten

Die Bundesregierung hat im Zuge einer naturnahen Forstwirtschaft in ihrem Koalitionsvertrag die Förderung der Rückewirtschaft festgeschrieben. Bodenschäden durch schwere Forstmaschinen werden so vermieden. Und das bekommt dem Ennert mit seiner besonderen Pracht z.B. an Blausternchen (Scilla bifolia), die in diesem Jahr schon Anfang März aufgeblüht sind, gut.

Mehr Infos zu den Blausternchen im Museum - siehe 3. Link unten

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