Aufnahme: 1988
Sozialpreis für Bruno Schmitz
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
„Sie, Bruno Schmitz, haben Menschen sehr geholfen, die eine neue Heimat suchten. Gerade in diesen Tagen ist es wieder akut, daß es von Wert ist eine Heimat zu haben. Viele verlassen jetzt ihre Heimat und sind bestrebt eine neue zu finden.“ So stellvertretender Bürgermeister Herbert Krämer, der dem ersten Sozialpreisträger der Stadt Königswinter die Glückwünsche der Stadt aussprach. Doris Leven, CDA-Stadtbeauftragte für Ittenbach - die Christlich-Demokratische-Arbeitnehmerschaft (CDA) verleiht den Preis - sprach die Laudatio. Sie betonte, daß es in dieser Stadt viele Bürger gebe, die den Sozialpreis der CDA verdient hätten. Doch stellvertretend für alle solle hier und heute dieser Preis an Bruno Schmitz überreicht werden.
Der Ittenbacher Bürger Bruno Schmitz hat gemeinsam mit vielen anderen freiwilligen Helferinnen und Helfern Alte, Kranke und Sozialschwache betreut und auch den Menschen geholfen, die neu nach Königswinter gekommen sind. Er hat sich gegen die Apartheid auch in unserem zweigeteilten Land eingesetzt. Denn Apart kommt aus dem französischen und heißt auf deutsch „getrennt sein“. Daris Leven: „Wir haben Angst vor dem, was uns fremd ist. Junge Menschen stehen oft alten Menschen fremd gegenüber und die Älteren der Jugend. Sie, Bruno Schmitz, haben sich mit anderen Menschen auseinandergesetzt und ihnen geholfen.“
Nach der Laudatio überreichte der Vorsitzende der CDA Königswinter, Jürgen Holitzner, den Preis. Er besteht aus einer Ehrentafel und einem Wochenendaufenthalt in einem Kurhotel im Spessart. Bruno Schmitz sprach Dankesworte und betonte, daß er nicht alleine geholfen habe. Er nannte mehrere Personen, die ebenfalls eine Belobigung für ihre Tätigkeiten verdient hätten. Auch die Angehörigen der Feuerwehren und des DRK seien würdig, geehrt zu werden. Unter anderen erwähnte Schmitz auch die Mitarbeiter des Sozialamtes. Sie betreuen in der Stadt 240 Menschen aus acht Nationen. Der Geehrte stellte an die Stadt die Forderung, eine Sozialarbeiterin einzustellen. Für die weitere soziale Arbeit benötigen Bruno Schmitz und sein Team Unterstellmöglichkeiten für Möbel, Teppiche, Warmwassergeräte, Kühlschränke, Stehlampen und Gardinen. Die Bevölkerung bat Schmitz freundlich zu sein zu allen Leuten, das könne jeder, und die Leute aus fremden Ländern in den Vereinen zu integrieren. Die Feierstunde wurde durch gesangliche Darbietungen des Ittenbacher Kirchenchores umrahmt und beim Volksliederpotpourri zum Abschluß sang der Preisträger selbst kräftig mit.
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