Aufnahme: 1980
Pfarrfest-Erlös für Flüchtlingshilfe
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
Zu einem wahren Volksfest wurde das erste Pfarrtreffen in Ittenbach. Hunderte Ittenbacher und Besucher aus der Umgebung waren gekommen. Das Fest wurde mit einem Hochamt in der Pfarrkirche „Zur schmerzhaften Mutter" eröffnet. Pfarrer Heinrich Hambüchen, Professor Dr. Stasiewski und Pfarrer Kindermann zelebrierten gemeinsam. Sämtliche Chöre des Ortes trugen durch ihren Gesang zur Verschönerung des Gottesdienstes bei.
Nach dem Hochamt ging es hinaus auf den Festplatz vor der Kirche, wo ein musikalischer Frühschoppen begann. Auf dem Platz rund um die Kirche hatten die einzelnen Vereine ihre Stände aufgebaut. Der Männerchor "Eintracht" sorgte für ein ausreichendes Mittag- und Abendessen. Die Meßdiener verkauften nicht geklaute Blumen aus Pastors Garten und der Verkehrs- und Verschönerungsverein hatte in kürzester Zeit auch seine Blumen verlost. Ein Weinstand der Blau-Weißen Funken, ein Flohmarkt und Reisverkaufsstand der Grundschule sowie selbsthergestellte Bastelgegenstände des Kindergartens bereicherten das Fest. Mit einem Ballonwettbewerb, dessen erster Preis ein Fahrrad ist, war der TuS Thomasberg/Ittenbach vertreten und die Kolpingsfamilie hatte eine Wurfbude und einen Nagelstand aufgebaut. Eis verkaufte der Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Ingrid Goethe. Die Pfadfinder hatten eine Kettcar-Rennbahn aufgebaut. Am Nachmittag war die Cafeteria stets überfüllt. Der Kirchenchor hatte die Aufgabe, für genügend Nachschub zu sorgen. Der Wirteverein hatte 120 Liter Bier gestiftet.
Attraktion des Tages war die Tombola. 6000 Lose wurden verkauft. Der Hauptpreis war eine Dreitagereise nach Paris. Auf das Flüchtlingselend in der Welt wies die evangelische Gemeinde mit einem Informationsstand hin. Auch Pfarrer Hambüchen erinnerte in seiner morgendlichen Predigt daran, bei aller Freude in der Gemeinschaft des Ortes die nicht zu vergessen, die ihre Heimat und die Geborgenheit verlassen mußten. Mit dem Erlös dieses Festes, zu dem auch Bürgermeister Hank durch eine Spende beitrug, soll diesen armen Menschen geholfen werden.
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