Aufnahme: 1905 (ca.)

Haus Perlenhardt

Haus Perlenhardt auf dem Lahrring in Ittenbach, Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut, wurde schon vor dem 2. Weltkrieg als Fremdenpension von Frau Maria Leven betrieben.
Fam. Leven stiftete auch das große Wegekreuz, das sog. "Perlenhardtskreuz".
1939 kauften Hermann und Anna Hinse das Haus Perlenhardt, als es ihnen von Frau Leven (, einer Tante von Anna Hinse,) angeboten wurde. Frau Hinse war vor dem 2. Weltkrieg lange Jahre als Haushaltshilfe in der Pension tätig gewesen und kannte den Betrieb dadurch gut. Fam. Hinse kehrte mit 2 Söhnen aus Brasilien zurück, wohin sie wegen der Weltwirtschaftskrise in eine deutsche Siedlung im Urwald (Heimat Timbo bei Blumenau) ausgewandert waren.
Gegen Ende des 2. Weltkrieges waren in Haus Perlenhardt auch Soldaten untergebracht. Die Keller des Hauses dienten im Krieg bis zu 60 Personen als Luftschutzkeller.
Nach dem Krieg wurde Haus Perlenhardt von Ostern bis Oktober als Pension betrieben - mit z.T. 30 Gästen, die auch in den Häusern der Umgebung untergebracht wurden. Die mittlerweile 6 Kinder der Familie (4 Jungen, 2 Mädchen) halfen eifrig im Haushalt und bei der Bedienung der Gäste mit.
Frau Hinse war für ihre gute Küche bekannt. Sie organisierte für ihre Gäste auch Ausflüge in die Umgebung. Der Preis für Vollpension betrug 1950 etwa 7 DM.

Aus Gesundheitsgründen musste der Pensionsbetrieb gegen 1960 aber aufgegeben werden. Familie Hinse baute ein kleineres Haus im Garten des Grundstücks und verkaufte das Haus an einen verwandten Arzt aus Krefeld, Dr. Heinz Leven. Dessen Familie nutzte es als Wohnhaus.
Die Informationen stammen von Johannes Hinse, jüngster der 6 Kinder der Familie Hinse.

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