Aufnahme: 2023
Das Virtuelle Museum Ittenbach trauert um Bruno Schmitz
der am 30. Dezember 2022 im Alter von fast 87 Jahren gestorben ist.
Sein Großvater Peter Leven hatte Anfang des vorigen Jahrhunderts einen Lebensmittelladen in der Kirchstr. 7 eröffnet. Sein Schwiegersohn Heinrich Schmitz und dessen Frau Agnes führten ihn später als "Tante-Emma-Laden" weiter. Im Zweiten Weltkrieg musste Brunos Mutter Agnes den Laden allein führen und dazu ihre fünf Kinder versorgen. Später übernahmen Bruno und seine Frau den Laden, eröffneten ihn 1961 als ersten Teil-Sebstbedienungsladen und erweiterten ihn über die Jahre als EDEKA-Markt.
Für die erste digitale Präsentation der Heimat- und Vereinsgeschichte Ittenbach, die Anfang der 2000er Jahre als CD "Ittenbach im Wandel der Zeit" veröffentlicht wurde, stellte Bruno Schmitz als lebenslanger "Haus- und Hoffotograf in Ittenbach" einen großen Teil seines Archivs an Fotos und Dias zum Digitalisieren und Einscannen zur Verfügung. Nach dem ersten Aufbau des virtuellen Museums, das 2010 an den Start ginge und dem auch dieser digitale Bestand zugrunde lag, beteiligte er sich über viele Jahre bis ins hohe Alter engagiert am Aus- und Weiterbau unseres virtuellen Museums.
Den Ittenbachern ist er auch aus vielen weiteren Aktivitäten gut bekannt. 2016 wurde er von Pfarrer Markus Hoitz für 70 Jahre Singen im katholischen Kirchenchor Caecilia geehrt.
Im selben Jahr erhielt er den Ehrenamtspreis der Stadt Königswinter für sein langjähriges Engagement zum Wohle der Stadt. Vor allem die Flüchtlingsarbeit hatte ihm und auch seiner Frau Christel besonders am Herzen gelegen. Jahrelang begleitete und unterstützte er als Flüchtlingslotse Flüchtlinge.
Bereits 1988 hatte er den Sozialpreis der Stadt Königswinter erhalten. In der Siebengebirgs-Zeitung stand damals: " ´Sie, Bruno Schmitz, haben Menschen sehr geholfen, die eine neue Heimat suchten. Gerade in diesen Tagen ist es wieder akut, dass es von Wert ist eine Heimat zu haben. Viele verlassen jetzt ihre Heimat und sind bestrebt eine neue zu finden.´ So stellvertretender Bürgermeister Herbert Krämer, der dem ersten Sozialpreisträger der Stadt Königswinter die Glückwünsche der Stadt aussprach. ... Die Bevölkerung bat Schmitz freundlich zu sein zu allen Leuten, das könne jeder, und die Leute aus fremden Ländern in den Vereinen zu integrieren."
Oft war er mit dem Fotoapparat in Ittenbach unterwegs und sorgte dafür, viele Aktivitäten und Menschen ins Bild zu rücken, wobei er selbst in seiner zurückhaltenden und bescheidenen Art meist im Hintergrund blieb.
Wir sind sehr dankbar für sein großes Engagement für unser virtuelles Museum und für seinen sozialen Einsatz für seine Heimat, der immer offen war gegenüber hilfsbedürftigen Menschen.
Im Namen des virtuellen Museums Ittenbach
Annette Hirzel
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