Aufnahme: 1998
Das erste Einrichtungshaus in Ittenbach eröffnet 1960 von Karl und Lisel Heider.
Es war einmal in Ittenbach.
1956 begann der Traum von Karl Heider.
Holz mit seiner ganzen Vielfalt war für Karl schon immer faszinierend. Der Ittenbacher Junge hatte sich schon in frühester Jugend mit Holz und allem, was daraus entstehen kann, auseinander gesetzt. Bei schönen und gut gearbeiteten Möbeln leuchteten seine Augen.
Liebevoll streicht Karl immer wieder über die Maserung des Holzes.
Einmal sagte Karl bei einem Kundenverkaufsgespräch: Diese schöne Vitrine gefällt mir selber so gut, wenn ich bei mir zu Hause mehr Platz hätte, würde ich dieses besonders schöne Stück selber behalten.
Der Kunde kaufte umgehend.
Firmencronik der Firma Karl Heider
vom Jahr 1956 bis zum Jahr 2010
1956
Am 25 Mai eröffnet Karl und sein Bruder Paul Heider das 1. Möbelgeschäft in Königswinter in der Bahnhofstraße.
1958
Karl Heider und seine Frau Elisabeth sind bereit ihr eigenes Möbelgeschäft aufbauen. Ab dem 1. Januar 1958 eröffneten sie ein kleines Geschäft in Ittenbach an der Königswinterer Straße 78.
Das kleine Ladenlokal teilte Karl sich mit der Familie Eugen Bous, die Schreibwaren sowie Spielwaren verkauften.
Mit ca. 35 qm, nicht gerade üppig, war hier die Verkaufsfläche für Möbel.
Mit viel Fleiß und körperlichen Einsatz wurden die ersten Möbel verkauft und beim Kunden ausgeliefert.
Bei Lieferungen vor Weihnachten wurden alle verkauften Möbel vor dem Schaufenster in Reih und Glied mit Stolz präsentiert und dann ausgeliefert. Jeder der hier vorbei kam sah dies.
Der Möbelverkauf lohnte sich vor allen Festtagen, ganz besonders vor Weihnachten.
1960
Knapp ein Jahr zuvor erwarben Karl und Lisel Heider ein Grundstück an der Königswinterer Straße 314 von der Familie Michels, die zur damaligen Zeit die Poststelle in Ittenbach führte.
Auf dieses Grundstück errichten sie ihr erstes Möbelhaus mit einer angrenzenden Lagerhalle.
Jetzt war Platz für Möbel in Hülle und Fülle vorhanden.
1963
Ab diesem Jahr wurde von Lisel Heider eine große Kunstgewerbeabteilung in den Schaufenstern des Möbelhauses präsentiert. Noch heute kommen die Kunden von weit her, um sich mit schönem und ausgefallenem Dekorationsmaterial auszustatten.
1965
Die Arbeit im Möbelhaus wurde immer mehr, sodass Sohn Peter nach erfolgreich abgelegter Schreiner Gesellenprüfung mit ins Geschäft kam.
Ihm oblag bis zu seinem Ruhestand der gesamte technische Bereich, Beratung, Planungen, Montagen und Sonderanfertigungen aller Art für Wohnmöbel und Einbauküchen.
1969
Der Erwerb des ehemaligen Ittenbacher Kurtheaters ( Kino ) von Familie Lepper an der Königswinterer Straße 317 wurde getätigt. Hier fand bis zum Umbau ein eingeschränkter Möbelverkauf statt.
Ohne starke Frauen in der Familie, steht ein kleines Unternehmen auf schwachen Füßen.
Nach der Hochzeit von Elisabeth und Peter Heider verstärkte auch ab diesem Jahr Elisabeth das Familienunternehmen tatkräftig.
1970
Jetzt wurde das „Kino“ in zwei große Ausstellungsräume umgebaut. Der Eingang mit großen Schaufenstern gab der Fassade ein neues und modernes Bild. Vom unterm zum oberem Ausstellungsraum wurde ein Treppenaufgang geschaffen.
Und wieder einmal war endlich Platz für Möbel in Hülle und Fülle vorhanden.
1975
Trotz wirtschaftlicher Rezession, wurde das Gasthaus „Lindenschänke“ von der Firma Heider erworben. Karl Heider hatte mit dem Kauf dieses Hauses von Familie Trautner noch großes vor.
1976
Die Neugestaltung des Hauses „Linde“ lief auf vollen Touren. Hier entstand durch Umbau die Abteilung Raumausstattung, Dekorationen, Nähatelier und Polsterwerkstatt. Dadurch entstanden zehn neue Arbeitsplätze. Ab jetzt konnten auch in diesem Bereich viele Kundenwünsche erfüllt und von unseren eigenen Mitarbeitern angefertigt werden.
1977
Nach erfolgreichem Abschluss zum Dekorateur – und Polstermeister tritt Sohn Michael mit ins Geschäft ein. Ihm obliegt ab diesem Zeitpunkt die gesamte Abwicklung der Abteilung Raumausstattung. Seine ersten beruflichen Schritte machte Michael, im vorherigen kleinen Geschäftslokal Haus Giershausen an der Königswinterer Straße. Die Raiffeisenbank wird später an dieser Stelle eine neue Filiale bauen.
1978
Gabriele Heider wurde durch die Heirat 1980 mit Michael Heider nicht nur Mitglied unserer Familie sondern auch als gelernte Kauffrau in die Firma Karl Heider gerne aufgenommen. Ihr Wirkungsfeld in der Firma war ab sofort, sämtliche Arbeiten im Bereich Verkauf, Rechnungswesen unserer Artikel für Raumausstattung.
1980
Der Umbau der gesamten Fassade des damaligen Hauptgeschäftes Königswinterer Straße 314, ( das heutige Küchenstudio ) wurde in diesem Jahr durchgeführt. Es entstand ein mit Schiefer gedecktes Vordach, die Front wurde mit Balken verziert und der Boden vor dem Geschäft mit Naturstein gepflastert.
1982
Das neue Konzept für Rustikale Einrichtungen war durch den Umbau der Fassade geprägt.
Ab diesem Zeitpunkt war die Firma Heider ein Fachgeschäft für handgefertigte massive Eichenmöbel.
Durch unsere gut und hochwertig ausgestatten Häuser konnten wir unseren Kunden von nah und fern stets eine reichhaltige Auswahl bieten.
1986
Der Rhein war für Kunden der anderen Rheinseite immer ein Hindernis. Darum entschlossen wir uns in Bad Godesberg in der Arcadia - Passage eine Filiale „Classic Interieur„ zu eröffnen. Mit diesem Angebot konnten wir auch Möbel im klassischen Einrichtungsstil sowie Assessors in unser Programm einfügen.
Die Tochter von Karl und Lisel Heider, Waltraud Heider, führte dieses Geschäft.
1987 - 1988
Trotzdem reichte der Platz nach einiger Zeit wieder nicht aus. Es ergab sich, dass wir das frühere Haus der Bäckerei Sussbauer erwerben konnten. Es wurde bis auf die Backstube abgerissen.
In dieser Backstube entstand unsere neue Schreinerei.
Statt der Bäckerei entstand jetzt unser neues Einrichtungshaus, welches mit dem früheren „Kino“ verbunden wurde. Nun konnten wir unser Angebot erheblich vergrößern. Dieses neu entstandene Haus wurde 1988 mit unseren Kunden und allen beteiligten Handwerkern eingeweiht.
Und wieder einmal war endlich Platz für Möbel in Hülle und Fülle vorhanden.
1990
Die Firma Heider kann sich über die Nachfrage guter Einrichtungen nicht beklagen. Arbeit ist in Hülle und Fülle vorhanden und wir brauchen neue Mitarbeiter. Eine neue Arbeitsstelle kann der Tochter von Peter Heider angeboten werden. Susanne Heider ist als gelernte Industriekauffrau für die Firma genau das richtige. Tatkräftig wie es bei uns zugeht, steht Susi ab sofort bei Heiders ihren Mann.
1998
Um die Einbauküchen, die inzwischen immer mehr an Bedeutung gewannen, besser präsentieren zu können, bauten wir das frühere Haupthaus Königswinterer Straße 314 von Grund auf um, in ein modernes Küchenstudio. Kein Stein blieb sozusagen auf dem andern. Die Inneneinteilung wurde komplett geändert, von der Beleuchtung bis zum Boden. Farblich wurde die Außenfassade geändert und eine automatische Türanlage eingebaut. In diesem neu umgebauten Studio konnten wir ab diesem Zeitpunkt hochwertige Bäder und Einbauküchen auf 3 Ebenen zeigen. Achim Heider der Sohn von Peter Heider hatte zwischenzeitlich in Köln auf der Möbelfachschule die Prüfung zum Küchenfachverkäufer abgelegt. Küchenplanungen sind immer sehr arbeitsintensiv, darum brauchten wir fachliche Unterstützung und wir waren froh ein neues Familienmitglied mit in der Firma Heider mit einzubringen.
2001
Mit viel Einsatz und Motivation, durch die Familie und unsere Mitarbeiter, wird bei der Firma Heider viel geschaffen.
Das Jahr 2001 sollte gute und schlechte Nachrichten enthalten.
Dem Abriss der früheren Backstube von Sussbauer folgte der große Erweiterungsbau unseres Einrichtungshauses. Der hintere Teil der Ausstellung wurde nochmals beträchtlich vergrößert.
Seitlich wurde eine große Glaseingangsfront geschaffen. Auch eigene Kunden Parkplätze wurden angelegt. Das gesamte Warenangebot, wurde ab sofort der neuen Zeit angepasst.
Rustikale Möbel waren im Verkauf rückläufig. Zeitlose und hochwertige Einrichtungsgegenstände im mediterranen und modernen Stil wurden aktuell. Helles Ambiente im gesamten Einrichtungsbereich sowie Tapeten, Stoffen und Hölzern waren ab sofort von den Kunden gefragt.
All das können wir in dem neu vergrößerten Haus anbieten.
Und wieder einmal war endlich Platz für Möbel in Hülle und Fülle vorhanden.
Leider konnte der Firmengründer Karl Heider die Neueröffnung im September 2001 nicht mehr miterleben. Viel zu früh verstarb er am 13.08.2001 im Alter von 79. Jahren.
Das war für die Familie und auch für die Firma Heider ein trauriger Verlust.
2006
Im 48. Jahr, nach der Gründung der Firma Heider musste die Familie einen neuen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Lisel Heider verstarb am 04.05.2006, überall in Ittenbach war Trauer. Lisel Heider hatte sich Jahrzehnte für die Familie und für Firma Heider mit viel Fleiß und Arbeit eingesetzt.
2007
Achim Heider übernimmt mit seiner Frau Saha Heider das Küchenstudio. Die 3. Generation ist bei der Firma Heider herzlich willkommen. Wiederum wird in diesem Jahr in der Küchenabteilung vieles geändert. Moderne Küchen mit allem Komfort stehen bei den Kunden hoch im Kurs. Die gesamte Ausstellung wird nach diesen neuen Kriterien „Küchenkonzepte Heider“ gestaltet.
2009
Nach erfolgreichem BWL Abschluss an der Möbelfachschule bekommt die Firma Heider einen neuen Mitarbeiter. Der Sohn von Michael und Gabriele Heider „Michael“ wird ab diesem Jahr die Firma Heider tatkräftig unterstützen.
2010
Stolz kann die Familie und auch die Firma Heider auf das Geschaffene und Erreichte zurückblicken.
Die Arbeit der Familie und aller Mitarbeiter hat sich gelohnt. Bei uns ist der Kunde König,
ob Bundespräsident, Bundeskanzler, Botschaften, Schauspieler, Schriftsteller, Domprobst oder Staatspräsidenten um nur einige zu nennen. Jeder Kunde ob fern oder nah, wurde und wird auch weiterhin von uns gerne und zuvorkommend bedient.
1958 - 2010 wie die Zeit vergeht. 52. Jahre nach der Gründung der Firma Heider steht schon mit Moritz Heider, Sohn von Achim Heider, die 4. Generation bereit um die Firma Heider vielleicht weiter zu führen.
Ich hoffe dass dieser Traum von meinem Vater Karl Heider so weiter geht.
Peter Heider
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