Aufnahme: 2021 11 (November)
Manfred Görres wurde von den Ölbergpiraten mit dem Dankorden 2021 für sein Engagement als verdienter Ittenbacher geehrt
Pandemiebedingt lag das Piratenschiff der Ölbergpiraten an der Kette und an ein Auslaufen war lange Zeit nicht zu denken. Doch nun wurde der Segler wieder flott gemacht und tauchte wieder auf der karnevalistischen Bühne auf. In der Turnhalle der Kath. Grundschule Ittenbach flackerten die bunten Lichter und die Musik stimmte die Piratenschar auf einen kunterbunten Abend ein. Die vereinseigene Tanzgruppe "Die Goldstücke" genoss es, endlich einmal wieder vor Publikum auftreten zu können. Höhepunkt des geselligen Beisammenseins war die diesjährige Dankordensverleihung an einen verdienten Ittenbacher. Die Ehre wurde diesmal Manfred Görres zuteil. In der Laudatio wurden die Verdienste des neuen Träger des Dankesordens ausgiebig beschrieben. Die Fährte war schon früh gelegt und die Vereinslunte fing an zu brennen. "Auch wenn man noch nicht volljährig bzw. 18 Jahre war, wie seinerzeit unser heutiger Ordensträger erst 17 Jahre alt, so war der große Bruder gefragt - nimmst du mich heute mit zu den blau-weißen Funken, dem Kinderkarnevalsalter bin ich nun schon lange entwachsen. Der große Bruder stimmte zu. Hurra endlich durfte er mitmachen, mitfeiern aber immer unter den strengen Augen des großen Bruders, aber egal Hauptsache dabei. Die decke Trumm wurde sein Instrument, zunächst bei den Funken. Fanfarencorps und die Bläser der Kirche fanden zusammen und der heute zu ehrende Ittenbacher ist eines der Gründungsmitglieder des Bläsercorps Ittenbach 1966. Parallel zum Karneval und dem Bläsercorps gesellte sich ab 1965 die aktive Mitgliedschaft im MGV Eintracht Ittenbach 1957 e.V. Beeinflusst durch den Vater, der damals 1. Vorsitzender war. Bereits im 2. Jahr der Mitgliedschaft wurde er Geschäftsführer und 1982 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Neben den vielen kleinen Auftritten und Konzerten organisierte er über 30 Konzertreisen. Die weit über die Grenzen von Ittenbach bekannte kölsche Weihnacht war sein Baby. Seine Ideen bis ins Detail geplant, konnte die Sängerschar überzeugen und so wurde das Programm in der Adventszeit bis zu 7x aufgeführt." Ein Zitat von Manfred Görres machte deutlich, dass hier ein Pragmatiker am Werk war: "Ich hatte mir einen Esel geliehen und wollte auf ihm als Nikolaus bei unserer Vereins-Nikolausfeier ins Gasthaus Margarethenkreuz hineinreiten. Das Tier blieb jedoch im Eingang stehen und machte keinen Schritt mehr, denn drin war es laut und am Klavier wurde das Lied "Nikolaus, komm in unser Haus gespielt". Der Esel ließ sich dann doch noch dazu bewegen, rückwärts in den Saal zu gehen. Beim Verlassen hat er erneut gestreikt und sich einfach fallen lassen. Ich flog runter, die Mitra schoss quer durch den Saal. Mit Hilfe einer Fußmatte haben wir den Esel rausgetragen. Die Anzüge und mein Nikolauskostüm stanken. Im Jahr darauf bin ich dann als Nikolaus auf das Motorrad umgestiegen." Nicht nur das Vereinsleben lag dem Geehrten am Herzen, auch die Unterstützung sozialer Einrichtungen lag ihm stets am Herzen. So stellte Görres in den 70-ziger Jahren Kontakte zu den Altinternationalen Spielern des 1.FC Köln her, allen voran Wolfgang Overath, Hannes Löhr und insbesondere seinem Freund Bernd Cullmann. Und so gelang es ihm die FC Spieler für den guten Zweck zu begeistern und mehrmals zu Gunsten des Haus Nazareth gegen die Mannen des MGV verstärkt durch Freunde aus Aegidienberg anzutreten. Die Ordensverleihung war eingebunden in einen Gesangsvortrag des MGV Eintracht Ittenbach, in dessen Reihen Manfred Görres neben vielen anderen dem Gesang zugetan ist.
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