Aufnahme: 1976
Aus der Chronik der „Blau-Weißen“
Wer denkt noch an das Karnevalsjahr 1951? Damals, vor 25 Jahren, setzten sich sieben junge Männer in der „Alten Post“ zu Ittenbach zusammen, um ein Funkenkorps zu gründen.
Geld war damals rar, Uniformen aber kosten viel Geld. Man griff auf vorhandene Feuerwehruniformen zurück. Feuerwehren tragen blaue Uniformröcke, als Mitglied des Turnvereins besaß man eine weiße Hose. Dadurch entstand der Name „Blau-Weiße Funken“.
Von den sieben Männern sind heute noch vier aktiv dabei: Willi Halm, damals Schriftführer, Erwin Staffel, Franz Dahm und Karl-Heinz Görres, damals Kommandant. Bei der nächsten Versammlung waren es schon mehr. Rolf Spindler übernahm den Vorsitz, Karl Görres das Amt des Präsidenten, Josef Lutz wurde Protokollarius und Emil Sieberts Säckelmeister. Das Funkenkorps zählte zwölf Mann.
Die ersten Gewehre fertigte Ewald Hermes an, die Dreispitze lieferte Tante Sette auf Ratenzahlung. So ging man in die erste Session.
Vorher hatte Rolf Spindler für Mariechen und Tanzoffiziere eine richtige Uniform gestiftet. Zur Taufe des neuen Corps übernahmen zwei Nachbarn die Patenschaft: die „Große Königswinterer“ Karnevalsgesellschaft und die „Küzengarde“ Oberdollendorf. Uniformen wurden in Arbeit gegeben.
Adolf Jurczyck wurde zum Oberfunkenschneider ernannt. Der Elferrat wechselte vom Schwarz zu blauen Litewken über. In der Zeit des Aufbaues fand man in Marie Spindler eine gute Funkenmutter.
Paul Bogdanski beschaffte die Instrumente für den Musikzug. Erstes Funkenmariechen war Mathilde Hülder.
Inzwischen avancierte das Corps zur Prinzengarde vieler Siebengebirgsprinzen, Krönung war die Wahl Wilhelm Staffels zum Prinzen 1960 beim der großen „Königswinterer“.
Dabei brach der Prinzenwagen beim Karnevalszug. Die Ittenbacher Funken waren es, die ihn reparierten und zum Dank schenkte Prinz Wilhelm den Ittenbachern einen Schellenbaum.
Weiter ging es. Neue Klabüsen (Gewehre) wurden angeschafft, dazu friederizianische Helme für das Tanzkorps. Der Elferrat wurde zum Generalstab „befördert“. Nun gab es keine Elferratsmitglieder mehr, sondern nur noch „Zaldate“. Organist Josef Block machte aus dem Fanfarenkorps ein Blasorchester.
Doch wollte Josef Block sich nicht einkleiden lassen, so wurde Willi Halm Kapellmeister. Heute ist der Musikzug das Image der „Blau-Weißen" Funken. Wilhelm Staffel stiftete weiter einen Baß und eine Lyra. Thea Nick und Miechen Blesgen fanden als Funken- und Tanzmariechen im Korps ihre Männer. Inzwischen ist das Korps sehr bekannt geworden. Dafür sorgten zwei Fernsehauftritte. Heute gehören dem Korps fast 50 Mann an. Viele Reisen zu Auftritten führten das Korps u. a. nach Düsseldorf, Köln, Salzburg, Berchtesgaden, Neuss, Mön- chengladbach, Viersen, Aachen, Bonn, in den Westerwald, ins Bergische Land und nach Kitzingen. Für die nächsten 25 Jahre: „Sit esu joot, on doot dat!"
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