Karnevalsorden mit Zeitungsbericht zum 20-Jährigen der Blau-Weißen Funken

Aufnahme: 1971

Karnevalsorden mit Zeitungsbericht zum 20-Jährigen der Blau-Weißen Funken

20 Jahre "Blau-Weiße Funken" Ittenbach
„Ess me op die Jeburtsdag engelade, dat kann nix schade, do jonn me och hen". Mit diesem abgewandelten Willi-Ostermann-Schlager hatten die Blau Weißen Funken Ittenbach zu ihrem 20. Geburtstag in die „Alte Post" eingeladen. Die Geburtstagsfeier leitete das Geburtstagskind selber ein. Die Kapelle der Blau-Weißen Funken spielte unter der Stabführung des Obriestwachtmeisters Willi Halm die „Zwergenparade" und dann die bekannten „Hits" Preußen-Coburger Marsch", „Die kleine Garde", den „Glory Land" aus Amerika und schließlich den Ostermannschlager aus dem Siebengebirge „Da wo die Sieben Berge". Kommandant Karl-Heinz Görres begrüßte seine Ehrengäste und hielt die Laudatio auf das Geburtstagskind, welches im nächsten Jahre volljährig wird.

Zunächst sprach Karl-Heinz Görres dem Initiator der Blau-Weißen Funken Kapelle, die schon in der ganzen Bundesrepublik bekannt ist, Josef Block, seinen Dank aus: Block war es, der den Musikanten die ersten Marschtöne beibrachte. Görres bedankte sich bei Josef Block mit einer Schallplattenkassette. Görres gab dann eine humoristische Rückblende auf die vergangenen 20 Jahre. Sein besonderer Dank galt neben den Gründermitgliedern Willi Halm, Franz Dahm, Erwin Staffel, Adolf Jurczyk und Josef Block den beiden „Patühme", der „Küzengarde" von Oberdollendorf und der „Großen Königswinterer Karnevalsgesellschaft" . Sein Dank galt aber auch den Finanziers der Ittenbacher Karnevalsjecke, den Herren Bosse, Spindler und Staffel. Dankesworte sprach Kommandant Görres aber auch an Paul Bogdanski, der leider nicht mehr unter den Lebenden weilt, und Karl Görres, die vor ihm 8 Jahre das Sitzungsgeschehen leiteten. Görres erinnerte aber auch an die Funkenmutter Marie Spindler, die zum Geburtstag vom „Himmelspörzche op Öttemich luurt".

Mit berechtigtem Stolz berichtete Görres dann von den vielen Gastspielen in der ganzen Bundesrepublik. „Obwohl wir bereits in Funk und Fernsehen auftraten, haben wir keinen Spleen", sagte Görres in seiner Laudatio, in der er über die Steigerung von Spaß sprach. Laut Görres heißt die Steigerung von Spaß Freude und die Steigerung von Freude sei Humor. 56 aktive Funken bringen Stimmung mit „Trööte und Klabüs". „Vor 20 Jahren gaben uns einige Ittenbacher keine lange Lebensdauer. Die haben sich aber gewaltig getäuscht. Heute arbeiten wir mit allen Ittenbacher Vereinen gut zusammen", meinte Görres, der last not least auch an die dachte, die nicht vorne im Rampenlicht stehen und von den Funkenmariechen gebützt werden. „Auch die in der hintersten Reihe sind, genau so wichtig wie diejenigen, die auf dem Präsentierteller stehen."

Dann begann die große Gratulationscour. Karl Winzen und Peter Reuter als Taufpaten der Blau-Weißen Funken sprachen im Namen der Oberdollendorfer „Küzengarde" die Glückwünsche aus. Ihnen folgte Karl Herkelmann von der „Großen Selhofer" mit einem Blumenangebinde. Herr Jurczyk vom örtlichen Männerchor „Eintracht" schenkte einen gefüllten Briefumschlag und Blumen für das neue Funkenmariechen, Gaby Krajewski. Geld hatte auch Karl Heck von der Bad Honnefer Gesellschaft „Halt Pool" mitgebracht. Die Ittenbacher Funken sind seit 19 Jahren Ehrengarde der „Halt Pool". Heck: „Euer Examen habt Ihr mit „Sehr gut" bestanden."

Mit Geld gratulierte auch Herr Bollig vom Verkehrsverein Ittenbach. Außerdem hatte er einen Glückwunschbrief in kölscher Mundart verfasst und forderte Görres auf, diesen Brief doch vorzulesen mit dem Kommando: „Sit e su jot, un dot dat!" „Hans Nikolaus von der „Großen Königswinterer" brachte Blumen mit und sprach seine Glückwünsche in Versform aus, wobei er die vergangenen 20 Jahre humoristisch belauschte. Einen „Kuchen" hatte Hans-Robert Mies von der Oberpleiser Narrenzunft mitgebracht. Der Kuchen war jedoch eine Trommel für das Fanfarenkorps. Zu den weiteren Gratulanten mit netten Geschenken gehörte noch der Ittenbacher Kirchenchor, der Turnverein „Germania" Ittenbach mit den Herren Fritz Brassel und Guido Osterhaus sowie die Aegidienberger Karnevalsgesellschaft mit Herrn Limbach. Im weiteren Verlauf des Abends gab es noch musikalische Klänge des Fanfarenkorps sowie zur Stärkung Erbsensuppe und Kölsch für die Gäste.

Quelle
Bildarchiv Annette Hirzel
Zur Verfügung gestellt von
Foto: Guido Schmeichel
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