Musik und Gaudi zum Oktoberfest

Aufnahme: 1967

Musik und Gaudi zum Oktoberfest

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

Die Ittenbacher Blau-Weiße Funken feierten in der „Alten Post". Ein volles Haus hatten die Blau-Weißen Funken Ittenbach bei ihrem erstmalig veranstalteten Oktoberfest in allen Sälen des Hotels „Zur alten Post". Viele Gäste fanden keinen Platz mehr und mussten sich an der Theke mit einem Stehplatz begnügen. Und auch das war zu vorgerückter Stunde kaum noch möglich. Uber diesen Erfolg freute sich ganz besonders der Präsident der Funken, Karl-Heinz Görres. Der Eintritt war zwar frei, dafür fand eine Sammlung mit einem Riesensparschwein statt. Der Reinertrag ist für das Waisenhaus Aegidienberg bestimmt. Mit den Kindern wollen die Funken eine Schokoladentrunkfahrt zum Brühler Phantasia-Land unternehmen, um den Kindern dieses Märchenland einmal zu zeigen.

Präsident Görres konnte auch einige Gäste begrüßen. Zu Gast bei den Funken waren die Karnevalsgesellschaft „Botterblom" aus Rheydt und die Musikvereinigung Giesenkirchen bei Rheydt. Görres begrüßte auch die Abordnungen der erschienenen Ortsvereine. Der Saal war richtig nach Oktoberfestmanier geschmückt. Auch für das leibliche Wohl war nach Oktoberfestart gesorgt. Es gab Riesenpötte Bier und auch Weißwürstle.

Görres fragte seine Gäste und die vielen Besucher des Festes, ob sie schon einmal auf dem Münchener Oktoberfest gewesen seien. Wenn ja, so meinte der Präsident, sollten sie nicht schmollen, denn das Ittenbacher Oktoberfest unterscheide sich von diesem dadurch, dass es im Oktober stattfinde und dass die Besucher mit rheinischer Musik unterhalten würden. Zum Tanz spielte die Kapelle der Blau-Weißen Funken und die Musikvereinigung Giesenkirchen abwechselnd auf.

Gaudi gabs, als zwei Trachtengruppen auftraten. Die Sennerinnen von der „Margarethenalm" (Margarethenhöhe) erfreuten bei den Klängen vom Zillertal mit einem echten bayerischen Tanz. Später traten die männlichen Mitglieder der Funken mit einem Schuhplattler als Trachtenverein „Heudräger" auf. Im Volksmund werden bekanntlich die Ittenbacher als „Heudräger" (Heuträger) bezeichnet. Nur eine Schwierigkeit hatte der Tanz. Durch das anhaltend schlechte Wetter war kaum Heu aufzutreiben. Aber schließlich gelang es doch und das Fest war ein voller Erfolg.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 41 u. 42 vom 12. u. 19.10.1967
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt
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