Aufnahme: 1996

Prozession von der Kirche zum Altenwohnheim St. Lukas

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete zweimal im Laufe des Jahres 1996:

Am 11.01.1996 unter der Überschrift:

"Betreutes Wohnen im ehemaligen Pilgerheim":

Nach längerer Bauzeit und gründlicher Modernisierung im Innenbereich konnte das Pilgerheim St. Lukas in Ittenbach in der Form des „Betreuten Wohnens" nun wieder
bezogen werden. Es sind 16 Seniorenwohnungen entstanden.
Die kleinste Wohnung mißt 28 qm und die größte für Ehepaare 75 qm.
Die Miete einschließlich der Nebenkosten und der Pflegevorhaltung beträgt zwischen
866 DM für die kleinste und 2265 DM für die größte Wohnung.
Alle Wohnungen sind altersgerecht einschließlich Küche eingerichtet und mit Notrufan-
lagen versehen. Im Haus befinden sich zwei Aufzüge und Gemeinschaftsräume.
Zu jeder Wohnung gehört ein Abstellraum im Keller. Jeder Bewohner bezieht eine völlig für ihn abgeschlossene Wohnung. Die vom vormaligen Pfarrer Heinrich Hambüchen eingerichtete Kapelle wurde renoviert und dient auch weiterhin wie früher im Altenheim als Gottesdienstraum.

Das Pilgerheim St. Lukas entstand nach dem 2. Weltkrieg. Pfarrer Hambüchen erwarb das völlig zerstörte Haus 1948 und ließ aus den Trümmern zum Andenken an seine
verstorbene Mutter ein Heim für obdachlose Menschen erbauen. 1952 übernahmen die
Schwestern „Zum Zeugnis der Liebe Christi" aus Hattingen Bredenscheid das Haus, das
alten Menschen einen behaglichen Wohnplatz bot. Die Leitung lag in den Händen der in
Ittenbach sehr beliebten Schwester Fidelis. Nach ihrem Tod übernahm Schwester Angela das Haus.

1993 mußte das Heim wegen immer kostenträchtigeren gesetzlichen Auflagen als Alters-
heim geschlossen werden. Nun ist aus dem Heim ein modernes Haus mit schönen Wohnungen geworden. Die Schwestern von Bredenscheid behalten weiterhin die juristische Trägerschaft.
Ansprechperson in Ittenbach ist Gisela Tewes.

Am 10.10.1996 unter der Überschrift:

Jetzt Altenwohnungen im Pilgerheim St. Lukas

Aus einem völlig zerstörten Haus ließ Pfarrer Heinrich Hambüchen von der katholischen Gemeinde Ittenbach im Nachkriegsjahr 1948 das Pilgerheim St. Lukas für obdachlose Menschen erbauen. Damals konnte er nicht ahnen, dass daraus einmal ein modernes Wohnheim für ältere Menschen entstehen sollte. Dies merkte Karl-Heinz Tewes vom Kirchenvorstand bei der Einweihung des umgebauten Hauses an. Es entstanden 16 Wohnungen, fünf davon sind noch zu vermieten.

In einer feierlichen Prozession brachte Pfarrer Udo-Maria Schiffers das Allerheiligste von der Kirche in die Kapelle des Hauses und weihte gleichzeitig das Gebäude. Tewes ging auf die Geschichte des Hauses ein. 1952 habe man die „Schwestern zum Zeugnis der Liebe Christi" gebeten, das Pilgerheim zu übernehmen. Die Leitung lag dann 40 Jahre in den Händen von Schwester Fidelis. Nach ihrem Tod 1992 übernahm Schwester Angela das Haus. Trotz zweimaliger Vergrößerung und ständiger Modernisierung musste das Haus im Jahre 1993 wegen der immer kostenträchtigeren Auflagen als Altersheim geschlossen werden.

Schließlich unterbreitete die Generaloberin des Ordens, Schwester Gerhardis den Vorschlag, das Haus in ein Seniorenheim des sogenannten „Betreuten Wohnens" umzuwandeln. So bleibt das Pilgerheim St. Lukas jetzt doch dem ursprünglichen Wunsch von Pfarrer Hambüchen folgend als Wohnstätte für ältere Menschen erhalten. Mit dem bisherigen Pfarrer an St. Josef in Beuel, Gottfried Richenhagen, wird das Haus ab November auch einen seelsorgerischen Betreuer bekommen, der selbst hier wohnt. In der sehr schön hergerichteten hauseigenen Kapelle kann dann der Gottesdienst gefeiert werden.

Nach Karl-Heinz Tewes richtete Schwester Gerhardis einige Worte an die Bewohner und Gäste. Sie hegte die Hoffnung, dass unter Gottes Schutz eine Atmosphäre der Geborgenheit und Zufriedenheit herrschen möge, die ein Leben unter Freunden den Lebensabend bereichert. Sie richtete Dankesworte an alle, die zum Gelingen des Umbaues mitgewirkt haben. Besonders dankte sie Gisela Tewes, die sich uneigennützig für das Gelingen des Werkes eingesetzt habe.

Schwester Gerhardis zum Schluss wörtlich: „Mitten im Ort gelegen, eingebunden in das kirchliche, gesellschaftliche und politische Leben der Gemeinde, kann es nicht schwer sein, Gemeinschaft zu pflegen." Das Haus Kirchstraße 13 beinhaltet 16 Wohnungen in der Größe von 28 bis 75 qm für ein bzw. zwei Personen. Die Räume sind alten- und behindertengerecht eingerichtet. Jede Wohnung hat Telefon mit Notrufanlage. Geboten werden Mittagstisch, Putzservice, Wäscheservice und Krankenpflege. Im Haus vorhanden ist auch ein Pflegebad für medizinische oder therapeutische Bäder.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 41 vom 10.10.1996 (und vom 11.01.1996)
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller und Paul Winterscheidt
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