Aufnahme: 1988
Bewahrung der Schöpfung - Festwoche zu Ehren der schmerzreichen Mutter
Die Kirchenzeitung Köln berichtete:
Bewahrung der Schöpfung
Festwoche zu Ehren der schmerzreichen Mutter
ITTENBACH. Bischof Franz Hoenen SVD eröffnete die Wallfahrtswoche zu Ehren der "schmerzreichen Mutter", die auch die Pfarrpatronin der Ittenbacher Pfarrgemeinde ist, mit einem feierlichen Hochamt. In diesem Jahr stand die Festwoche unter dem Thema "Bewahrung der Schöpfung". Mit diesem Thema reihte sich die Festwoche in die zahlreichen Aktivitäten ein, die von dem Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker schon seit 1985 zur Vorbereitung einer Weltversammlung der Christen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung gefordert werden.
Die Festwoche, an der auch die evangelische Schwesterngemeinde von Ittenbach teilnahm, bot ein buntes Programm. Neben den täglichen Messen gehörten zu den Höhepunkten ein Vortrag von Pater Hermann Altmeyer SVD über die "Kostbarkeit des Lebens", die Dekanatswallfahrt der Frauengemeinschaften, die Jugendmesse, in der Bischof Franz Hoenen SVD vor allem auf die Verantwortung für die Schöpfung und Zukunft hinwies und schließlich das Pfarrfest, das den krönenden Abschluß der Festwoche darstellte.
Die zahlreichen Besucher konnten die vielen Attraktionen des Pfarrfestes genießen. Neben kulinarischen Köstlichkeiten sorgte das deutsch-chilenische Trio "Zanate" mit lateinamerikanischer Folklore für musikalische Stimmung. Weitere Abwechslungen boten auch die Reitschule, die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Königswinter und die Löschgruppe Ittenbach mit der Vorführung modernster Feuerwehrfahrzeuge- und geräte.
Der Erlös des Pfarrfestes soll für straffällig gewordene Jugendliche in San Antonio in Chile bestimmt sein, um die sich außer den dort tätigen Steyler Missionaren niemand kümmert.
In Ittenbach wird viel gemacht
Daß in der Ittenbacher Pfarrgemeinde "Zur schmerzreichen Mutter" ein großer Gemeinschaftssinn herrscht, haben die Ittenbacher mit ihrer Aktion "Neuer Altar" unter Beweis gestellt. Schon seit Jahren mußten sich die Gemeindemitglieder mit einem provisorischen Altar abfinden, der jetzt aber in absehbarer Zeit von einem neuem, kunstvoll gestalteten Altar abgelöst werden soll.
Mit einer Summe in Höhe von 26.354,40 Mark, die bisher durch Spenden erzielt wurde, kann das Projekt in Angriff genommen werden.
"Es ist jedoch ein Unternehmen der ganzen Gemeinde und bietet ein gutes Beispiel dafür, den in Ittenbach gepflegten Gemeinschaftssinn unter Beweis zu stellen", betonte Regina Fuchs, Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft in Ittenbach.
Christlichen Gemeinschaftssinn zeigen die Ittenbacher auch bei den Steyler Missionaren und ihren Missionsgebieten, die sie oft durch Kollekten unterstützen. "Die jahrelange Freundschaft und Zusammenarbeit unserer Gemeinde mit den Steyler Missionaren ist besonders schön", meinte Lydwine Fuchs, Öffentlichkeitsreferentin der Ittenbacher Pfarrgemeinde.
Maria - Vorbild und Zeichen
500 Frauen wallfahrteten nach Ittenbach
Trotz strömenden Regens wallfahrteten über 500 Frauen der Frauengemeinschaften des Dekanats Königswinter an einem Mittwochnachmittag zur Ittenbacher Pfarrkirche, um dort zu Ehren der "schmerzreichen Mutter" einen festlichen Gottesdienst zu feiern.
Sie kamen aus 19 verschiedenen Pfarrkirchen des Königswinterer Dekanats, einige mit Bussen, andere wie aus Aegidienberg und Thomasberg zu Fuß.
Schon seit Jahrzehnten steht die Wallfahrt im Mittelpunkt der Fest- und Wallfahrtswoche zu Ehren der schmerzreichen Mutter, der heiligen Maria, die die Pfarrpatronin in Ittenbach ist.
Auch in diesem Jahr zelebrierten Pfarrer Udo Maria Schiffers von der Gemeinde "Zur schmerzreichen Mutter" und Pater Rudolf Velten SVD, der zugleich Pfarrer von Sankt Maria Königin in Sankt Augustin ist, die Messe, die einen Tag vor dem Patronatstag Marias stattfand.
Maria, die auch als Mutter der Vermißten angesehen wird, ist "ein Vorbild des Glaubens und Zeichen der Hoffnung", betonte Pfarrer Rudolf Velten und ihr Weg ist ein Weg, der für alle Gläubigen durchaus gangbar ist".
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