Das Ittenbacher Ordenstrachtenmuseum fand im Pilgerheim St. Lukas ein neues Zuhause

Aufnahme: 1977

Das Ittenbacher Ordenstrachtenmuseum fand im Pilgerheim St. Lukas ein neues Zuhause

In Ittenbach gab es seit den 1960er bis in die 1980er Jahre ein ganz besonderes Museum: ein Ordenstrachtenmuseum mit am Ende sogar über 400 Exponaten aus vielen Jahrhunderten seit dem 3. Jh. n. Chr., für das der damalige Pfarrer Heinrich Hambücher 1981 den Ritterorden „Cordon Bleu du Saint Esprit" erhalten hat. Er war erst der vierte Ordensträger dieser besonders hohen Auszeichnung in der katholischen Kirche - siehe Datensatz 7229.

Auf "Rheinland-Pilgern" - siehe Link unten - findet sich in einem lesenswerten Artikel über den Ittenbacher Soldatenfriedhof und die Marienkirche Zur Schmerzhaften Mutter der Hinweis auf "so liebenswürdige Spielereien, wie das Museum der Ordenstrachten, wodurch Pfarrer Hambüchen nicht nur eine Kuriosität zeigen und den Kindern Freude machen wollte, sondern auch den Besuchern vor Augen führte, wie vielfältig die geistlichen Berufe und Dienste in der Kirche sind".

Dieses besondere Museum wurde in den 1980er Jahren in das Pilgerheim St. Lukas verlegt. Vielleicht weiß jemand, wohin es nach dem Tod von Pfr. Hambüchen gekommen ist, der 1985 gestorben ist?

1977 berichtete die Siebengebirgs-Zeitung unter der Überschrift:

Ordenstrachtenmuseum erhielt kirchliche Weihe

Vor mehr als zehn Jahren hatte Ittenbachs Pfarrherr Heinrich Hambüchen die Idee, Ordenstrachten zu sammeln und sie der Nachwelt zu erhalten. Die Idee wurde in die Tat umgesetzt. In den vergangenen Jahren hat Pfarrer Hambüchen mehr als 200 Ordenstrachten von rund 150 kirchlichen Orden in seinem Ordenstrachtenmuseum gesammelt. Die Figuren hat Bildhauer Matthias Wagner hergestellt. Diese Puppen schickte Pfarrer Hambüchen dann zur „Einkleidung" an die entsprechenden Orden. Die verschiedenartigen Trachten stammen aus der Zeit vom 3. Jahrhundert nach Christus bis in die Neuzeit hinein.

Und wo kommen die Ordenstrachten alle her? Pfarrer Hambüchen: „Aus fast allen christlichen Ländern der Erde." Seit einiger Zeit hat das seltene Museum ein neues Zuhause, im Pilgerheim St. Lukas. Weihbischof Dr. Josef Plöger kam kürzlich nach Ittenbach und gab dem Museum die kirchliche Weihe.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr.39 vom 30.09.1977
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt Zum Rheinland-Pilgern online
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