Aufnahme: 1967
Ittenbach hat einen neuen Kindergarten
Unter dieser Überschrift berichtete die Siebengebirgs-Zeitung:
Nach rund einjähriger Bauzeit wurde der Neubau des katholischen Kindergartens in Ittenbach an der Kirchstraße eingeweiht. Die Außenfront des eingeschossigen Baues ist mit roten Klinkersteinen versehen. Die beiden Gruppenräume bieten Platz für 60 Kinder. Außerdem befinden sich im Neubau ein Leiterzimmer, eine Küche und ein Waschraum. Im Keller befindet sich neben einem Abstellraum die Ölheizung. Große Fenster lassen an der Südseite viel Sonne und Licht in die hellen Gruppenräume.
Die Baukosten betrugen rd. DM 185 000, —. Für die Einrichtungsgegenstände mussten rd. DM 18 000,— verausgabt werden. Den Hauptteil der Kosten trug der Landschaftsverband Rheinland mit 50 Prozent, 30 Prozent zahlte das Generalvikariat in Köln als Beihilfe. In den Rest teilen sich die Kirchengemeinde, die Zivilgemeinde und der Siegkreis. Neben DM 5 000,— stellte die Kirchengemeinde das Grundstück kostenlos für den Neubau des Kindergartens zur Verfügung.
Die Wände in den einzelnen Räumen sind teilweise in Kalksandsteinen gehalten. Die Decken in den Gruppenräumen sind aus Eichenholz. Die Fußböden bestehen weitgehendst aus Parkett.
Aus Anlass der feierlichen Einweihung erhielt der Kindergarten zahlreiche nette Geschenke, darunter einen großen Kaufladen. Bauherr ist die katholische Kirchengemeinde Ittenbach; die Bauleitung lag in Händen des aus Ittenbach stammenden und heute in Siegburg lebenden Architekten Dipl.-Ing. Hans Hümmeler.
Um den Neubau sollen demnächst noch Sandkästen und Spielwiesen angelegt werden.
Auf der Südseite besteht der Boden der Terrasse aus Waschbeton. Inmitten der Terrasse soll wie Architekt Hümmeler mitteilte, ein beim Ausbaggern gefundener Quarzitblock das Gelände auflockern. Grünanlagen um den Quarzitblock sollen später noch angelegt werden.
Seit 13 Jahren betreut Marianne Böhnke als Kindergärtnerin die Kinder des Kinderhortes.
Ihr zur Seite steht eine Helferin.
Zu Beginn der Einweihungsfeier überreichte der Architekt Pfarrer Hambüchen die Schlüssel des Neubaues. In einem Gruppenraum begrüßte Pfarrer Hambüchen die erschienenen
Gäste. Sein besonderer Gruß galt Dechant Tummer, Stadtdirektor Breuer, Bürgermeister Haacks mit dem Gemeinderat, den Vertreterinnen des Zentralverbandes katholischer Kindergärten und Kinderhorte, dem Kirchenvorstand, Rendant Düppenbecker, der Schulleitung und einigen in Ittenbach im Ruhestand lebenden Geistlichen. Ferner begrüßte Pfarrer Hambüchen die erschienenen Mütter der Kinder. Pfarrer Hambüchen dankte den Handwerkern für ihre gute Arbeit. In seiner Ansprache sagte der Pfarrer, dass am Tage genau vor 22 Jahren in Ittenbach der erste Kindergarten eröffnet wurde. "Heute", so sagte Pfarrer Hambüchen, "kann keine Gemeinde mehr ohne einen Kindergarten auskommen. Möge dieses Haus, auf das ich den Segen Gottes herabflehe, eine Stätte der Kinder, der Familie und der Gemeinde sein."
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