Aufnahme: 1943
Tony Bachem-Heinen und Paul Bachem am Tag ihrer Trauung bei ihrem Spaziergang zum Paffeltor bei Hönningen - mit einem biographischen Überblick
Aus Pauls Fotoalbum ist zu erfahren:
Nach der Trauung auf dem Standesamt in Königswinter haben sie bei Pauls Großvater Clarenbach im "Kölner Hof" gegessen, sind danach mit dem Zug nach Linz gefahren und haben Tony´s Onkel Eugen Mehliß in Oberlöh besucht. Gegen Abend sind sie zu Fuß nach Hönningen zu Tony´s Künstlerfreunden Milli und Willi (Piff) Schmitz-Steinkrüger gelaufen, die nach der Bombardierung ihres Kölner Ateliers durch Brandbomben hierher zu deren Tante geflüchtet waren.
Fotografiert wurden sie von Willi Schmitz-Steinkrüger.
"Kennengelernt haben sich die beiden 1932 auf der Werkkunstschule in Köln. Während Bachem 1938 bis 1940 dort auch Meisterschüler in Werbegrafik war, besuchte seine spätere Frau zunächst die Folkwangschule und die Kunstakademie Berlin, bevor sie 1941 die Zusammenarbeit mit Bachem aufnahm, den sie zwei Jahre später heiratete", so schrieb der General-Anzeiger anlässlich einer Ausstellung in Unkel im Jahr 2005.
Paul Bachem hatte in seinem Fotoalbum festgehalten, dass Tony Heinen 1908 in Oberpleis geboren wurde. Ihre Etern besaßen die Löwenapotheke in Oberpleis. "Ich begegnete ihr das erste Mal 1939. Während dieser Zeit lebte sie als von Dr. Fritz Hülster geschieden in Köln bei Familie Oepen Trajanstr. 19 u. arbeitete als freie Malerin im Atelier ihrer Freundin Milli Beckers. Ich kam dazu im Herbst 1940 mit meinem großen Arbeitstisch (100 x 200cm) im Gewerbehaus Johannisstraße nähe Hauptbahnhof. Im Frühjahr 1942 zogen wir von Köln weg: ich zum Elternhaus Hotel Margarethenkreuz u. Tony zu ihrer Schwägerin Berta Heinen geb. Brassel nach Ittenbach (Haus Bäckerei Dahm) mit Sohn Klemens 3 Jahre. Mein Vater war im Febr. 1940 gestorben u. ich mußte mit meiner Schwester geb. 1915 im Hotel arbeiten! Im Sommer 1943 haben Tony u. ich geheiratet u. haben uns im ehem. Pferdestall unser Atelier eingerichtet! Mein Vater hatte in 1935 schon zwei Zimmer daraus gemacht. (Bügelzimmer).
Im Hotel hatten wir unser Schlafzimmer Erdgeschoß Nr. 1 bis 1946. Jetzt heiratete mein Bruder Herbert u. wir zogen in das Torhaus (Gesindehaus) u. haben hier bis 1950 umgebaut. Von hier zogen wir 1970 nach UNKEL a.Rh. Vogtsgasse 3 Fachwerkhaus ehem. Weingütchen."
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