Aufnahme: 1940

Margarethenhof - hier war in den letzten Kriegsjahren eine Entbindungsstation

Der im Jahr 1900 von Franz Bachem errichtete Gasthof Margarethenhof war 1928 zum Hotel umgebaut worden.

Nach Aussagen einer Zeitzeugin sind in den letzten Kriegsjahren (1944/45) viele schwangere Frauen aus Köln auf die Margarethenhöhe gekommen, um ihr Kind im Margarethenhof zu entbinden. Hier wurden sie - wahrscheinlich bis zum Geburtstermin - auch in den umliegenden Hotels und Pensionen untergebracht.

Die NSV (National-sozialistische Volksfürsorge) hatte das Haus am 1. September 1942 als Erholungsheim gepachtet. Der Pachtvertrag wurde zwischen „Frau Witwe Max Spindler, Kurhotel Margarethenhof als Verpächterin und „der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt e.V. Berlin, vertreten durch den allein vertretungsberechtigten Vorsitzenden Oberbefehlsleiter Erich Hilgenfeldt, Berlin als Pächterin“ zur Errichtung eines Mütterheimes geschlossen. 

1943 haben die schweren Bombenangriffe auf Köln zugenommen. Deretwegen, so dokumentiert es die Ittenbacher Schulchronik vom 17. Juli 1943, „wurden heute zwangsweise sämtliche Hotels u. Fremdenheime geräumt. Alle Erholungssuchenden, teilweise total Fliegergeschädigte mußten die Häuser verlassen, die am 20.7. von werdenden Müttern belegt wurden.“ 

Angesichts der zunehmenden Luftkriegsgefährdung wurden auch die umliegenden Hotels und Pensionen für die hierher evakuierten Mütter und Kinder genutzt und im Hotel Margarethenhof eine Entbindungsstation eingerichtet.

Quelle
Bildarchiv VVI (A. Hirzel)
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