Aufnahme: 2026
Mistelkugeln im Tälchen vor blauem Himmel
Misteln sind Parasiten, also Schmarotzer, die sich durch die Samen in den weißen Beeren vermehren, die von Vögeln gefressen und auf den Ästen von Bäumen, z.B. wie hier auf einer Pappel, hinterlassen werden.
Auf ZEIT online liest man: "Wenn im Herbst und Winter die Blätter fehlen, werden die buschigen Mistelkugeln sichtbar. Seit den Neunzigerjahren breitet sich die Mistel in Deutschland aus – immer mehr dieser Parasiten tummeln sich in Bäumen. Was der Klimawandel damit zu tun hat, warum Misteln gerade für Streuobstwiesen ein Problem werden können und wem die kugeligen Büschel nutzen" – die wichtigsten Fragen im Überblick finden Sie im Link unten.
Dort erfährt man, dass sich die Misteln in Deutschland aufgrund des wärmeren Klimas stark ausbreiten und die Anzahl befallener Bäume von 2% im Jahr 2007 auf 40% im Jahr 2024 gestiegen sind.
Sie können Bäume, z.B. auf Streuobstwiesen, schädigen. Auf der anderen Seite sind die Beeren "eine Futterquelle für Vögel, ihre Blätter sind ein Unterschlupf und Ort für Nester. Außerdem unterstützen Misteln die Biodiversität, indem sie einen Lebensraum für Insekten wie Käfer, Wanzen, Flöhe, Läuse, Schmetterlinge und Mücken bieten. Es gibt Insektenarten, die nur in Mistelsträuchern vorkommen und von dem Halbschmarotzer abhängig sind. Zudem sind die Blätter, Früchte und Blüten von Misteln reich an Nährstoffen. Diese finden sich nach ihrer Zersetzung im Boden wieder und verbessern seinen Nährstoffkreislauf." Zum vollstänigen ZEIT-Artikel - siehe Link unten
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