Aufnahme: 2026

Nur ein Mistkäfer? Von wegen - ein unverzichtbarer "Recycling-Unternehmer" in unseren Wäldern

Diese "Straßenkehrer der Natur", wie sie einmal jemand genannt hat, formen Kot und Abfälle zu Kugeln, die sie in unterirdische Gänge befördern, in die das Weibchen je ein Ei legt. Die Larven ernähren sich davon und vernichten so "die im Kot enthaltenden Krankheitserreger und Parasiten. Infolge ihrer Tiefbau-Tätigkeit wird der Boden belüftet und kann ausreichend Wasser aufnehmen, so dass das Wachstum von Pflanzen unterstützt wird", heißt es auf nabu.de. Den Gemeinen Mistkäfer findet man im offenen Gelände, den etwas kleineren Waldmistkäfer im Wald.

"Mit ihren lamellenartigen Fühlern können Mistkäfer bis zu 2 km weit riechen... Nach der Fortpflanzung kümmern sich beide Mistkäfer als fürsorgliche Eltern um eine erfolgreiche Brut. Gemeinsam legen sie lange Gänge an, die bis zu 70 cm tief ins Erdreich führen. Sie gräbt unten, er transportiert oben den Aushub weg. Etwa 10 cm unter der Erde legt das Weibchen ihre Eier in einer Brutkammer ab. Die Kammern versorgt das Käferpaar zuvor bestens mit Futterkugeln. Zuletzt wird die Brutstätte sicher vor der Außenwelt verschlossen. Das Futter in den Gängen muss für ein Jahr reichen. Die Larven bleiben während des Winters unter der Erde. Erst im späten Winter oder im Frühjahr verpuppen sie sich und schlüpfen im Laufe des Sommers. Nach einem weiteren Jahr als Junggeselle werden sie geschlechtsreif und gehen auf Brautschau. Mistkäfer können zwei bis drei Jahre alt werden." -Mehr Infos auf nabu.de - siehe Link unten

Wenn man das weiß, achtet man bei seinen Schritten im Wald bewusster darauf, dass nicht noch mehr Käfer aus Unachtsamkeit zertrampelt werden. 

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