Aufnahme: 2025

Die harmlose Mittlere Wespe lässt einen staunen

Als sich Ende April, Anfang Mai ein gerade mal tennisballgroßes freihängendes Wespennest unter dem Dach über der Wintergartentür erkennen ließ, war natürlich zuerst die Sorge da, ob man sich im Laufe des Sommers noch darunter bewegen und draußen essen und trinken könne.

Ein Foto an die Naturschutzbehörde des Kreises brachte Entwarnung: Es handelt sich um das Nest der harmlosen Mittleren Wespe, einer Langkopfwespe, die überhaupt kein Interesse an irgendwelchen Speisegerüchen oder menschlichen Bewegungen hat, wenn man sie nicht bedroht, die keine großen Völker entwickelt und auch recht früh im Jahr stirbt.

Und so war es. Die eifrigen Schwarz-Gelben bauten tagtäglich am Nest, das gegen Ende Juni auf etwa Handballgröße angewachsen war, flogen friedlich ein und aus, ohne sich je in menschliche Nähe zu verirren, vertilgten u.a. Fliegen und Mücken und waren schon Ende Juli stark dezimiert. Anfang August war keine Wespe mehr zu sehen.

Welche Tiere sich dann an das inzwischen leere Nest gemacht und es aufgehackt hatten, bleibt ein Rätsel. Ein wunderbares Rätsel bleibt auch: Wie kriegen es diese leise summenden fliegenden Sechsbeiner hin, solche anmutigen Nester aus feinst abgeschliffenen Holzpartikeln und Speichel in Superleichtbauweise mit perfekter Raumbelüftung so kooperativ und schnell zu bauen?

"Die Nester der unproblematischen Langkopfwespen werden aufgrund ihrer exponierten Lage häufig Opfer von Zerstörung, da leider Wespennester aus Angst wahllos vernichtet werden. Die Nester haben einen Durchmesser von etwa 25 cm und beherbergen bis zu 200 Tieren. Die einzige süße Nahrung, die die Langkopfwespen fressen, ist das Fallobst", liest man auf www.nabu.de. Ansonsten ernähren sie sich von Zweiflüglern, z.B. Fliegen und Stechmücken.

Mehr Infos zu Wespen im Museum in Datensatz 9916.

Ausführliche Infos zur Mittleren Wespe auf nabu.de - siehe Link unten 

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